Christoph 31: Belastungsgrenze erreicht


Eigentlich ist ein Rekord Anlass zur Freude. Doch der Einsatzrekord des Christoph 31 in Berlin hat einen bitteren Beigeschmack.

3.000 Einsätze in 337 Tagen entsprechen einer Einsatzfrequenz von 8,9 Einsätzen pro Tag, die ausschließlich in der Tageslichtzeit abgewickelt werden. Im Winter kommt man so auf 7 – 8 Stunden im Sommer auf 16 – 17 Stunden Schichtlänge. Selbst wenn man berücksichtigt, dass der Berliner Hubschrauber kurze Einsatzwege fliegt und nicht allzu oft den Patienten selbst transportiert, klingen annähernd 9 Einsätze pro Tag kaum machbar.

„Es ist sicherlich richtig, wenn man aus dem Rekord folgert, dass die Besatzungen des Christoph 31 ihre Belastungsgrenze erreicht haben“, räumt Jürgen Grieving, ADAC-Pressesprecher für den Bereich Luftrettung auf Nachfrage ein. „Im Sommer 2006 hat der ADAC einen Versuch gestartet und zwei Hubschrauber für Berlin eingesetzt. Nun werden die Erfahrungen aus den Versuch durch die aktuellen Einsatzzahlen untermauert.“ Für den ADAC ist demnach klar: Berlin braucht einen zweiten Hubschrauber.

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