Chemieunfall in Osnabrück


Osnabrück (rd.de) – Bei einem Chemieunfall sind am Donnerstagmorgen mehrere Menschen im Osnabrücker Hafen verletzt worden. Beim Verladen schlug ein 1000-Liter-Behälter mit ätzender Flusssäure leck.
Ein Gabelstapler hätte in einer Lagerhalle des Hafens einen Gefahrgutbehälter gerammt. Dadurch seien rund 100 Liter der gefährlichen Substanz ausgelaufen, so die Polizei.

Wie es heißt, sind durch die freigewordene Chemikalie sieben – andere Quellen berichten von 13 – Menschen verletzt worden. Sie befanden sich zum Zeitpunkt des Unglücks in unmittelbarer Nähe und wurden vorsorglich in Kliniken gebracht. Zwei von ihnen hatten die Dämpfe eingeatmet und litten danach an Verletzungen der Atemwege sowie der Augen.

Aufwändig gestaltete sich für die Polizei die Fahndung nach einem Lastwagenfahrer. Der Mann hatte versucht, die Chemikalie abzustreuen, und war dabei mit dieser in Kontakt gekommen. Zunächst fuhr er aber weiter. Der Polizei gelang es jedoch, den Mann in etwa zehn Kilometer Entfernung anzuhalten. Zwischenzeitlich hatten sich auch bei ihm Vergiftungssymptome gezeigt. Auch er wurde in ein Krankenhaus gebracht.

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