Bürgerforum kritisiert Rettungsdienst


Stuttgart (rd.de) – Das seit Jahren aktive Bürgerforum Rettungsdienst sorgt mit dem Vorwurf, dass DRK habe jahrelang die Hilfsfristen geschönt, für Schlagzeilen.

Wie die Stuttgarter Zeitung berichtet, wäre in Stuttgart angeblich die Zeit zwischen Einsatzmittel-Alarmierung und Eintreffen am Einsatzort gemessen worden. Normalerweise beschreibt die Hilfsfrist jedoch die Zeitspanne zwischen Notrufannahme und Eintreffen des Rettungsmittel. Seit die Leitstelle zur WM 2006 mit der Feuerwehr unter einem Dach arbeite, gäbe es genaue Aufzeichnungen hierzu und seit 2007 ist der Rettungsdienst in Stuttgart plötzlich zu langsam.

Für eine Statistik des Landtages der Einsatzlage in 2003 und 2006 stellten die Stuttgarter zudem keine Zahlen zur Verfügung. Das DRK macht Softwareprobleme hierfür verantwortlich. Die erhobenen Anschuldigungen über geschönte Hilfsfristen weist das DRK von sich. Das Rote Kreuz, so die Zeitung weiter, habe einen Gutachter mit der Prüfung der Dokumentation beauftragt.

One Response to “Bürgerforum kritisiert Rettungsdienst”

  1. y903211 on Februar 18th, 2010 12:10

    Man fragt sich was das Bürgerforum wirklich bewirken möchte. Leider geht in der Polemik der Verantwortlichen die Sachdiskussion völlig unter. Das sieht man auch deutlich in den, ganz offensichtlich, lancierten, unsachlich und schlecht recherchierten Artikeln einer bestimmten Redakteurin der Stuttgarter Zeitung.

    Hier werden teilweise unreflektiert Aussagen des Bürgerforums als Fakt übernommen und Vergleiche gezogen mit anderen Großstädten die auf Stuttgart gar nicht anwendbar sind und auch noch in der Sache falsch. Sicher wäre es interessant einmal von den Verantwortlichen zu erfahren wie sie sich die Finanzierung ihres „Luxus-Rettungsdienstes“ denn vorstellen. So werden hier Vergleiche gezogen mit Städten die nur wenig Rettungsmittel mehr vorhalten aber dafür den doppelten Etat zur Verfügung haben für den Rettungsdienst.

    Wie bei den Stuttgarter Sparzwängen ein solches System finanziert werden soll lassen sowohl Bürgerforum als auch die Redakteurin offen. Ebenso wird völlig einseitig die Schuld für , wie auch immer geartete (mögliche) Verfehlungen, dem DRK in die Schuhe geschoben. Mit keinem Wort wird die sinkende „Qualität“ der Einsätze aufgrund der Abfrage bei der Einsatzaufnahme angesprochen die spürbar abgenommen hat seit der Einrichtung der integrierten Leitstelle. Eine Vielzahl von Notarzteinsätzen sind absolut nicht gerechtfertigt. Wenn ein Patient angibt er habe beim Notruf wegen eines grippialen Infektes einen Notarzt (der Patient meinte einen ärztlichen Notdienst) anfordert und diesen auch bekommt stellt sich doch die Frage wie kompetent die Abfrage durchgeführt wird.

    Und hier ist auch die Feuerwehr mit am Boot. Leider bleibt dieser wichtige Aspekt völlig unbeleuchtet von den Verantwortlichen des Bürgerforums mit ohnehin deutlichem „Feuerwehr-Hintergrund“, ebensowenig von der betroffenen Redakteurin der Stuttgarter Nachrichten.

    Eigentlich ist die Sache „Rettungsdienst“ zu wichtig für persönliche Fehden und den Versuch eigene Posten zu sichern oder sein „Herrschaftsgebiet“ zu erweitern. Leider haben dies offenbar etliche Beteiligte mittlerweile vergessen und stellen den Dienst am Bürger hinter das eigene Ego. So wird das auf die Fahne geschriebene Motto den Rettungsdienst zu verbessern zu einer Farce.

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