Brandstiftung in Mehrfamilienhaus


Kirchheim (rd.de) – Vermutlich durch Brandstiftung kam es Donnerstagmittag zu einem Großeinsatz der Rettungskräfte im Wohngebiet Schafhof in Kirchheim.

Vermutlich durch Brandstiftung geriet gegen 12.40 Uhr zuerst eine Matratze in einem Kellerraum eines 12-Familienhauses in der Straße Laubersberg in Brand. Durch die starke Rauchentwicklung war eine Benutzung des Treppenhauses unmöglich. Zehn Bewohner mussten deshalb über die Drehleiter (DLK 23-12) sowie Schiebe-bzw. Steckleitern von ihren Balkonen gerettet werden.

Während dem Einsatz der Rettungskräfte stieg Rauch aus der Tiefgarage unter dem Gebäude. Dort hatte ein bislang Unbekannter eine große Papiermülltonne in Brand gesetzt. Das Feuer konnte rasch von der Feuerwehr gelöscht werden.

Zwei Feuerwehrmänner erlitten bei den Löscharbeiten eine leichte Rauchgasvergiftung und mussten zur Behandlung in ein Krankenhaus gebracht werden. Da sechs Bewohner ebenfalls über Atembeschwerden klagten, wurden auch sie vorsorglich ins Krankenhaus zur Untersuchung gebracht. Über die Höhe des Sachschadens im Gebäude und der Tiefgarage liegen noch keine Angaben vor. Das Gebäude wurde aufgrund der starken Rauchentwicklung unbewohnbar. Die Bewohner wurden durch die Stadt Kirchheim in Ersatzwohnungen untergebracht.

Die Feuerwehr Kirchheim war mit neun Fahrzeugen und 43 Mann im Einsatz. Zur Versorgung der Verletzten und der Bewohner war das DRK mit 20 Fahrzeugen und 50 Mann (Rettungsdienst und SEG-Teck) am Brandort. Nach erfolgter Sichtung wurden die Patienten und Betroffenen in einem der RTW oder in einer beheizten Doppelgarage versorgt, später dann im Gemeindezentrum.

Während der Löscharbeiten musste die Straße Laubersberg für den Verkehr gesperrt werden. Es erfolgte eine örtliche Umleitung.

Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen.

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