Brand zerstörte historische Fachwerkhäuser


Northeim (rd.de) – Montag, 6. April, 6.20 Uhr. Großeinsatz für die Feuerwehren in und um Northeim im Harz. Mehrere Fachwerkhäuser in der Innenstadt stehen in Flammen.

Die Feuerwehr rückte mit einem Großaufgebot zur Brandbekämpfung an; die ganze Häuserzeile droht ein Raub der Flammen zu werden. Die Löscharbeiten dauerten bis zum späten Nachmittag an: Der schwerste Brand der vergangenen 100 Jahre. Auch in der Nacht sind Brandwachen damit beschäftigt, Glutnester zu überwachen und ein erneutes auflodern der Flammen zu verhindern.

Bis auf eine Anwohnerin, die mit Anzeichen einer Rauchgasvergiftung vorübergehend ins Krankenhaus eingeliefert wurde, konnten sich die Menschen in den betroffenen Häusern alle rechtzeitig in Sicherheit bringen. Im Einsatzverlauf, der den Feuerwehrkräften alles abverlangte, wurden mehrere Einsatzkräfte verletzt. Nach Polizeiangaben kam es zu einer Rippen- und einer Schulterprellung. Andere eingesetzte Kräfte erlitten eine Kreislaufschwäche und mussten aussetzen.

Weil die betroffenen Häuser schwer beschädigt wurden, ist auch die Ermittlung der Brandursache erschwert. Auch konnten sich die Brandermittler nicht gefahrlos am Brandort bewegen, weil Gebäudeteile auf die Straße zu stürzen drohten.

Diese Situation rief das Technische Hilfswerk auf den Plan. Der THW-Ortsverband Northeim stützte einsturzgefährdete Gebäude ab und entfernte Reste eines Daches. Mit der Seilwinde eines Fahrzeugs rissen THW-Einsatzkräfte eine instabile Gaube eines der ausgebrannten Wohnhäuser ein. Der Radlader des Ortsverbands räumte die verkohlten Reste des hölzernen Dachstuhls beiseite.

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