Bombenfund im Stadtzentrum von Dresden


Dresden (BF) – Bei Baggerarbeiten auf dem Gelände des Dresdner Marie-Curie-Gymnasiums wurde am Dienstag (22.01.2013) eine 250 Kilogramm schwere Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden. Nach Lageerkundung durch den Leiter des Kampfmittelbeseitigungsdienstes wurden die notwendigen Maßnahmen festgelegt. Die US-amerikanische Bombe musste vor Ort entschärft werden.

Da an der Schule gegenwärtig umfangreiche Baumaßnahmen erfolgen, findet hier derzeit kein Schulbetrieb statt. Schüler waren von der Evakuierung insofern nicht betroffen. Dennoch mussten etwa 1500 Personen den Gefahrenbereich verlassen.

Im Evakuierungsbereich befanden sich Wohnhäuser, zwei Hotels, eine Kurzzeitpflegeeinrichtung, eine Firma und Verkaufseinrichtungen. Für etwa 300 Personen, die nicht bei Bekannten oder Freunden unterkamen, wurden Notunterkünfte eingerichtet. Hierfür wurden eine Grundschule und zwei Berufsschuleinrichtungen vorbereitet.

Die Betreuung der Betroffenen erfolgte durch das DRK, die Malteser, das Technische Hilfswerk und die Heilsarmee. Fünf Busse der Verkehrsbetriebe übernahmen den Transport. Für 32 Personen mussten Rettungs- bzw. Krankentransportwagen eingesetzt werden.

Gegen Mitternacht konnte die Bombe entschärft werden. Die umfangreichen Straßensperrungen wurden aufgehoben und der Rücktransport der Personen begann.

Am Einsatz beteiligt waren 280 Einsatzkräfte von Feuerwehr und Rettungsdienst sowie 200 Polizeibeamte. Zwei Feuerwachen der Berufsfeuerwehr wurden während der Einsatzzeit durch Freiwillige Feuerwehren besetzt.

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