Bergunfall: Zwei Hubschrauber im Einsatz


Schwieriges Felsgelände am Zundernkopf (Foto: Bergwacht Bayern)Garmisch-Partenkirchen (pm) – Beim Abseilen nach einer Klettertour am Zundernkopf im Oberreintal, stürzte ein 30-jähriger Kletterer tödlich ab. Um den Seilpartner zu retten und den Toten zu bergen, waren gleich zwei Hubschrauber erforderlich.

Mit seinem Partner war er in einer Klettertour im Bereich der Ostwand unterwegs. Die Tour endet unterhalb des Grates, noch im sehr steilen Felsgelände. Aus bisher ungeklärter Ursache stürzte der 30-jährige 150 Meter in die Tiefe. Er blieb auf einem Felsband in der Wand liegen. Sein 34-jähriger Seilpartner konnte nicht zu ihm gelangen. Ein Bergführer und Bergretter, der in der Gegend ebenfalls beim Klettern unterwegs war, beobachtete den Unfall und alarmierte die Bergwacht Garmisch-Partenkirchen über die Rettungsleitstelle Oberland.

Der Abgestürzte konnte trotz Einsatz des 90m langen Windenseiles des Rettungshubschrauber Christoph Murnau nicht erreicht werden. Die einzige Möglichkeit bestand in einer aufwändigen Abseilaktion, um vom Ende der Klettertour aus zum Verunfallten zu gelangen.

Parallel zu den Vorbereitungen konnte ein Bergretter am Windenseil von Christoph Murnau den älteren Seilpartner unverletzt aus der Wand retten. Hierzu sicherte der Bergretter den Kletterer am Windenhaken bevor er das Kletterseil kappte. Die Betreuung des Kletterers übernahmen bereitstehende Kräfte der Krisenintervention der Bergwacht.

Der Edelweiß Polizeihubschrauber brachte mit der Winde die Einsatzmannschaft der Bergwacht zum Ende der Klettertour. Dort erfolgte etwas oberhalb des letzten Standplatzes die Anbringung der zusätzlichen Verankerung mit Bohrhaken. Das extreme Felsgelände am Standplatz ließ es nur zu, eine geringe Zahl an sehr erfahrenen Rettern einzusetzen. Der anschließende abgelassene Bergwacht-Notarzt konnte nur mehr den Tod des Abgestürzten feststellen. Gemeinsam mit einem Bergführer der Polizei erfolgte die Bergung bis zum Wandfuß. Der wartende Polizeihubschrauber im Oberrheintalboden übernahm den Transport des tödlich Abgestürzten ins Tal. Die Einsatzkräfte der Bergwacht Garmisch-Partenkirchen waren von nachmittags 15.00 Uhr bis in die Abendstunden gefordert.

(Text: Bergwacht Bayern)

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