BBK investiert in den Schutz vor CBRN-Gefahren


Neues Labor in Bonn-Dransdorf (Foto: BBK Bund)Bonn (BBK) – Das Forschungslabor für chemische, biologische, radiologische und nukleare Gefahren (CBRN) hat seine neuen Räumlichkeiten in Bonn-Dransdorf bezogen.

Der Schutz der Bevölkerung vor chemischen (C), biologischen (B), radiologischen (R) und nuklearen (N) Gefahren ist ein zentrales Aufgabengebiet des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK). Dies umfasst auch den Schutz der Einsatzkräfte von Feuerwehren und Hilfsorganisationen, um sicherzustellen, dass diese ihren Einsatzauftrag ohne Eigengefährdung erfüllen können.

In eigenen Labors und in enger Kooperation mit anderen Bundesbehörden, den Ländern sowie mit nationalen und internatonalen Forschungseinrichtungen und der einschlägigen Industrie wird die Entwicklung von Methoden, Verfahren und Systemen für den Bevölkerungsschutz begleitet und in praktische Lösungen umgesetzt. Darüber hinaus dienen die Labors der Qualitätssicherung von technischen Verfahren für den CBRN-Schutz.

Beispiele dafür sind unter anderem die Persönliche CBRN-Schutzausrüstung, der ABC-Erkundungskraftwagen (ABC-ErkKW) und der Dekontaminations-LKW (Dekon-P). Diese Fahrzeuge werden vom BBK den Bundesländern für die Gefahrenabwehr zur Verfügung gestellt und laufend weiterentwickelt. In fachübergreifender Kooperation werden Konzepte für den CBRN-Schutz erarbeitet und in das System des Bevölkerungsschutzes in Deutschland implementiert. Beispiele hierfür sind das Rahmenkonzept zur Dekontamination verletzter Personen, die einheitlichen Standards zur CBRN-Erkundung und das Konzept zur Aufstellung von chemisch-analytischen Spezialkräften (Analytische Task Force, ATF).

Die neuen Laboratorien des BBK

Mit dem Umzug der Laboratorien in die Liegenschaft in Dransdorf verbindet das BBK gleichzeitig die Modernisierung der Ausstattung seiner physikalischen und chemischen Labore. Die Umbauzeit für das früher ausschließlich als Bestückungslager genutzte Gebäude in Dransdorf betrug neun Monate. Insgesamt wurden 1,4 Mio. Euro in die Neueinrichtung der chemischen und physikalischen Labore des BBK investiert.

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