Bayerns Notärzte dokumentieren freiwillig


München (rd.de) – Im Streit um die verpflichtende elektronischen Einsatzdokumentation der Notärzte in Bayern, gibt es eine Wendung: Die umstrittene medizinische Dokumentation wird bis 30. September 2010 ausgesetzt.

Zu bürokratisch, datenrechtlich zumindest bedenklich: Das Vorhaben der Kassenärztlichen Vereinigung in Bayern (KVB), Notarzteinsätze über das neu eingeführte emDOC-System umfassend zu dokumentieren, stieß auf erheblichen Widerstand.

Im Dialog mit der Arbeitsgemeinschaft in Bayern tätiger Notärzte (agbn) und weiteren emDOC-kritischen Notärzten sei man sich einig geworden, gemeinsam einen Weg zu finden um die 330.000 Notarzteinsätze pro Jahr elektronisch zu dokumentieren.

Bis die aus Sicht der Ärzte hierzu erforderlichen Änderungen in emDOC eingeflossen sind, setzt die KVB die Verpflichtung einen medizinischen Dokumentationssatz mit emDOC zu erstellen bis zum 30.September 2010 aus. Die Notärzte müssen nur einen Datensatz mit abrechnungsrelevanten Daten per emDOC einliefern. Die Eingabe medizinischer Angaben ist zwar möglich, erfolgt aber auf rein freiwilliger Basis.

Die Arbeitsgemeinschaft in Bayern tätiger Notärzte betont in einer auf ihrer Webseite veröffentlichten Stellungnahme, der eingegangene Kompromiss stelle weder eine Niederlage der KVB, noch einen Sieg der agbn dar. Erfreulich sei allemal, dass die KVB nunmehr den Weg zum gesetzlich geforderten Qualitätsmanagement mit den Notärzten gemeinsam entwickeln möchte.

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