Bayernpartei fordert Schlaganfall-RTW für München


München (pm) – Bei Schlaganfällen ist eine schnelle Behandlung ein wesentliches Kriterium für die Überlebens- und Genesungschancen des Patienten. Der Münchner Stadtrat der Bayernpartei, Richard Progl, wirbt für einen Schlaganfall-RTW in der Landeshauptstadt.

Bessere Hilfe für Schlaganfallspatienten erfordert eine schnellere Diagnose, die mit der Ausstattung des üblichen Rettungswagens nicht geleistet werden kann. In Berlin wurde dafür kürzlich ein spezieller Schlaganfall-Rettungswagen in Dienst gestellt. Dieser verfügt über einen Computertomographen (CT) zur sicheren Feststellung des Krankheitsbildes.

Stadtrat Richard Progl will auch für München einen Spezialwagen, der von der Rettungszentrale bei einem Schlaganfallverdacht losgeschickt werden kann.

Die Landeshauptstadt soll seinem Antrag zufolge in Zusammenarbeit mit den örtlich aktiven Rettungsdiensten und Kliniken Möglichkeiten ausloten, um eine derartige Einrichtung auch in München zu schaffen.

Zur Finanzierung soll geprüft werden, ob hierfür Fördergelder von Freistaat, Bund oder EU erlangt werden können. Auch die Beteiligung von Firmen als Sponsoren wäre bei einem derart prestigeträchtigen Vorhaben denkbar

5 Responses to “Bayernpartei fordert Schlaganfall-RTW für München”

  1. Jörn Fries on April 21st, 2011 10:43

    Nach Homburg/Saar und Berlin nun also München!? Ich frage mich, ob der Vertreter der Bayernpartei überhaupt weiß, was schon jetzt Stand der Medizin und der Technik im Bereich der Notfallrettung bzw. der präklinischen Notfallmedizin ist???

    Aber als kleine Oppositionspartei, die noch nicht einmal im Bayerischen Landtag vertreten ist, kann man natürlich viel fordern. Und richten sollen es die so genannte Public-Private-Partnerships (Fördermittel und Sponsorengelder)…

    Es ist schon traurig zu sehen, wer hier mit welchen Ideen welche Absichten verfolgt! Hauptsache es ist ein „prestigeträchtiges Vorhaben“!!!

    Sonnige Grüße aus dem für Bayern im Westen gelegenen Muster-Ländle

  2. LF on April 21st, 2011 13:01

    So ganz verstanden habe ich das aber noch nicht.

    Ginge es um die Alarmmeldung „Apoplex“, dann wäre dieser Spezial RTW doch vermutlich 24 Stunden am Tag unterwegs und könnte trotzdem nicht alle Schlaganfälle abdecken (in einer Stadt wie München).

    Und inwieweit so ein RTW tatsächlich großartige Vorteile bringt finde ich auch fraglich.

    Schließlich ist es ja in München nicht so, dass man lange Anfahrten zu Kliniken hat?!

  3. BM on April 23rd, 2011 10:30

    Ich hatte diese mobile Strokunit schonmal in einem Magazin im TV gesehen….was ich mich noch immer Frage ist folgendes: Wenn das CT vor Ort gefahren werden kann, kann bei einem thrombologischen Insult ja zumindest eine Lyse gefahren werden, so weit so gut….wenn es sich aber um eine Blutung handelt hat man doch eigentlich wertvolle Zeit auf der Straße verzipfelt. Denn wenn ich eine solche Diagnose in der Klinik stelle sind schon alle Stellen informiert und der Patient kann schnellstmöglich operiert werden….oder seh ich das falsch

  4. Olaf on April 23rd, 2011 12:40

    Das Problem welches ich mit diesen mobilen Strokeunits habe ist die Tatsache,daß die meisten Schlaganfälle nach meiner Erfahrung durch Angehörige, Betroffene, Pflegepersonal und Hausärzte nicht erkannt oder ernst genommen werden. Das hat zur Folge,daß die meisten Patienten locker schon 12 oder mehr Stunden mit den zu Teil klaren Symptomen unterwegs sind. Da macht die „Intervention vor der Haustür“dann auch nicht mehr viel Sinn.

  5. Daniel on April 23rd, 2011 22:36

    Ich glaube das nennt man Populismus… *kopfschüttel*

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