Bayern: Streit um Digitalfunkfehler entbrannt


München (rd.de) – Nachdem der erweiterte Probebetrieb des abhörsicheren Digitalfunks in München wegen technischer Probleme ausgesetzt wurde, ist inzwischen offenbar ein Streit um die Verantwortung für die mangelhafte Funktion entbrannt.

Nach nur zweieinhalb Monaten brach die Polizei den Testbetrieb wegen massiver technischer Probleme ab. Die Sprachqualität war völlig unzureichend. Wie die Süddeutsche Zeitung nunmehr berichtet, wirft Bayern der Bundesanstalt für den Digitalfunk ein mangelhaftes Projektmanagement vor. Der Streit entbrennt nach Angaben der Zeitung an der Frage, wer für die Fehlerbeseitigung aufkommen soll. Systemlieferant Cassidian (EADS) besteht auf eine einwandfreie technische Funktion der gelieferten Netzkomponenten und vermutet den Fehler in der von weiteren Zulieferern stammenden Ausrüstung.

Der bayerische Innenstaatsminister Gerhard Eck sagte der Süddeutschen Zeitung, der Freistaat Bayern sei Kunde und bestehe auf einwandfreie Qualität.

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