Azubi statt Zivi


Bielefeld (pm) – Aus der unsicheren Zukunft des Zivildienstes zieht die gemeinsame Rettungsdienst gGmbH von ASB, DRK und JUH in Bielefeld Konsequenzen: Azubis statt Zivis.

„Wir gegen davon aus, dass ZDL, die wir zum Juli 2010 einstellen, bereits Silvester keinen Dienst mehr machen müssen“ so Heiner Hofmann, Geschäftsführer des bundesweit einzigen Rettungsdienstes dreier Hilfsorganisationen.

Dort hat man zu Beginn des Jahres eine 15-monatige Rettungssanitäterausbildung aufgelegt. „Die Azubis sind in diesem Zeitraum sozialversicherungspflichtig bei uns angestellt, erhalten die theoretische Rettungssanitäterausbildung inklusive Praktika und arbeiten anschließend im Unternehmen auf Kranken- und Notfallkrankenwagen sowie bei der Durchführung von Sanitätswachdiensten“ erläutert Ansgar Luxen, Bereichsleiter Aus- und Fortbildung.

Die ASB DRK JUH Rettungsdienst Bielefeld gGmbH stellt 2010 nur noch zwei ZDL ein und bildet sie zu Rettungshelfern aus; früher waren es acht bis zehn. Seit der Verabschiedung des Koalitionsvertrages im Herbst 2009 steht fest, dass die Bundesregierung den Wehrdienst von neun auf sechs Monate verkürzen will. Aus Gründen der Wehrgerechtigkeit würde dadurch der Zivildienst ebenfalls verkürzt. Dieser Tage wurde im Bundestag darüber spekuliert, dass der Wehrdienst ab November ausgesetzt werden könnte . Bis heute sind die gesetzlichen und organisatorischen Rahmenbedingungen für die Zukunft des Zivildienstes jedoch ungeklärt.

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