Auto schleuderte in Fußgängergruppe


Hamburg (ots) – Am Samstagnachmittag hat ein 38-jähriger Fahrer eines Fiat Punto in Hamburg-Eppendorf eine schweren Verkehrsunfall verursacht. Der Fiat fuhr mit hoher Geschwindigkeit bei Rot über die Ampel, erfasste ein weiteres Fahrzeug im Kreuzungsbereich und schleuderte in eine Fußgängergruppe.

Bei diesem Verkehrsunfall sind vier Personen getötet sowie acht Personen leicht verletzt worden. Der Verkehrsunfalldienst hat mit Unterstützung eines Sachverständigen die Ermittlungen übernommen.

Der 38-Jährige befuhr mit seinem Fiat Punto die Eppendorfer Landstraße in Richtung Lehmweg. Der Fahrer fuhr mit überhöhter Geschwindigkeit bei Rotlicht in den Kreuzungsbereich Eppendorfer Landstraße/Eppendorfer Baum ein und kollidierte dabei mit einem VW-Golf, der vom Eppendorfer Baum in Richtung Lenhartzstraße unterwegs war.

Durch den Aufprall geriet der Fiat Punto ins Schleudern, überschlug sich mehrfach und erfasste an der Fußgängerampel Eppendorfer Baum/Lehmweg eine dort stehende Fußgängergruppe (65, 60, 65). Anschließend erfasste der Fiat einen 71-jährigen Mann, der unter dem Pkw eingeklemmt wurde. Die beiden 65-jährigen Fußgänger sowie der 71-Jährige erlagen trotz Reanimationsmaßnahmen durch mehrere Notärzte noch am Unfallort ihren schweren Verletzungen. Die 60-jährige Fußgängerin verstarb im Krankenhaus. Der Unfallverursacher (38) wurde mit leichten Verletzungen in ein Krankenhaus eingeliefert. Die 68-jährige Golf-Fahrerin sowie der 72-jährige Beifahrer wurden ebenfalls mit leichten Verletzungen in ein Krankenhaus eingeliefert. Fünf Augenzeugen des Unfalls erlitten einen Schock.

Der Polizeiseelsorger und das Kriseninterventionsteam des Deutschen Roten Kreuzes übernahmen die Betreuung einiger Unfallzeugen und der Hinterbliebenen der Verstorbenen.

Die Verkehrsermittler beschlagnahmten den Führerschein des 38-Jährigen und ordneten eine Blutprobenentnahme an. Ein Drogen-Urintest verlief positiv. Somit besteht der Verdacht, dass der 38-Jährige unter dem Einfluss berauschender Mittel gefahren ist. Die beiden Pkw wurden für weitere Untersuchungen sichergestellt.

Am Unfallort waren zahlreiche Rettungskräfte der Feuerwehr, vier Notärzte, der Großraumrettungswagen der Feuerwehr sowie die Besatzungen von 19 Funkstreifenwagen und dem Polizeihubschrauber eingesetzt.

Der Unfallort war für mehrere Stunden gesperrt.

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