Aufwändige Rettungsarbeiten nach Lastwagenunfall


Köln (pol/BF) – Gestern Mittag ist der Fahrer eines mit Holzspänen beladenen Sattelzugs bei einem Verkehrsunfall auf der A3 verletzt worden. Die Feuerwehr benötigte rund zwei Stunden, um den eingeklemmten Mann aus dem verkeilten Führerhaus zu befreien.

Die drei Fahrzeuge standen auf der rechten Fahrspur zwischen dem Autobahnkreuz Ost und der Anschlussstelle Dellbrück. Ein 40 Tonnen-Sattelzug war auf einen weiteren 40 Tonnen-Sattelzug aufgefahren und hatte diesen durch die Wucht des Aufpralls noch auf einen davor fahrenden 40 Tonnen-Gliederzug geschoben. Die Fahrerkabine des letzten, aufgefahrenen Lastwagens wurde dabei vom Fahrgestell gerissen, etwa 1,50 Meter nach hinten verschoben und zwischen den zwei Sattelaufliegern zusammengedrückt. Der Fahrer wurde dabei mit dem rechten Unterschenkel zwischen dem Sitz und dem Armaturenbrett eingeklemmt. Die Fahrer der beiden anderen beteiligten Lkw waren unverletzt und kamen mit dem Schrecken davon.

Nach ersten Rettungsversuchen durch die Feuerwehr stellte sich heraus, dass das Fahrerkabine des aufgefahrenen Lastwagens wegen seiner Lage zwischen den beiden Sattelaufliegern durch die hydraulischen Geräte praktisch nicht mehr verformbar war und so kein Raum für die Befreiung des Fahrers geschaffen werden konnte. Deshalb mussten die beiden vorderen Lkw so schonend und ruckfrei wie möglich nach vorne bewegt werden. Der vordere Lastwagen war noch fahrbereit und konnte, obwohl die Deichsel des Anhängers vollkommen verformt war, aus eigener Kraft nach vorne wegfahren. Der Mittlere hingegen sprang nicht mehr an, weil der Motor durch den Aufprall beschädigt war. Er musste aufwändig für das Wegziehen vorbereitet werden – insbesondere, weil keine Druckluft mehr vorhanden war und deshalb die Bremsen blockierten – und konnte dann erst vom Kran der Feuerwehr nach vorne gezogen werden.

Anschließend war eine klassische Rettung des Fahrers möglich, indem Vorder- und Rückwand der Kabine durch die hydraulischen Geräte auseinander gedrückt wurden und so der nötige Platz im Beinbereich des Fahrers entstand. Er war nur leicht verletzt und wurde die gesamten zwei Stunden der Rettung von einem Notarzt stabilisiert, behandelt und betreut. Nach der Befreiung wurde er ins nächstgelegene Krankenhaus gefahren.

Insgesamt dauerte der Einsatz für die 28 Einsatzkräfte mit elf Fahrzeugen knapp drei Stunden. Während dieser Zeit musste die Autobahn A3 Richtung Norden komplett gesperrt werden.

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