ASB fordert Ausbau des Freiwilligen Sozialen Jahres


Köln (ots) – Anlässlich des „Internationalen Tag des Ehrenamts“ am 5. Dezember 2009 fordert der Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) eine stärkere finanzielle Unterstützung des Freiwilligen Sozialen Jahres (FSJ). 

Der Wohlfahrtsverband mahnt die Bundesregierung, die im Koalitionsvertrag beschriebene Stärkung der Jugendfreiwilligendienste auch umzusetzen. Dies sei insbesondere vor dem Hintergrund der Verkürzung des Zivildienstes erforderlich.

Die bald fehlenden drei Monate im Zivildienst würden viele soziale Einrichtungen und Wohlfahrtsverbände vor Probleme stellen, die sich nur durch einen Ausbau des FSJ regeln ließen. „Zukünftig wird sich eine große Zahl von Einsatzstellen dagegen entscheiden, Zivildienstleistende einzustellen, und stattdessen auf FSJler setzen“, so ASB-Bundesgeschäftsführer Wilhelm Müller. „Dies bedeutet auch eine Chance für die Stärkung des FSJ. Die finanziellen Mittel, die der Staat durch die Verkürzung des Zivildienstes einspart, müssen daher unbedingt in die Förderung der Jugendfreiwilligendienste fließen“, so Müller weiter.

Freiwilliges Engagement junger Menschen könne laut ASB in Zukunft nur weiter ausgebaut werden, wenn die Zahl der geförderten Plätze im Freiwilligen Sozialen Jahr (FSJ) und im Freiwilligen Ökologischen Jahr (FÖJ) deutlich stiegen.

Müller weist außerdem darauf hin: „Im FSJ haben junge Menschen die Möglichkeit, sich selbst und andere besser kennenzulernen, wichtige Erfahrungen zu machen oder Kompetenzen zu erweitern. Es bietet vielen jungen Menschen die Möglichkeit, einen Einblick in soziale Arbeit zu gewinnen. Viele entscheiden sich nach ihrem FSJ dazu, eine berufliche Tätigkeit in diesem Bereich zu wählen. Für uns als Wohlfahrtsverband ist das FSJ damit auch ein wichtiges Mittel der Nachwuchsförderung.“

Im Jahre 2008 entschieden sich 1.030 junge Menschen – davon über die Hälfte Frauen – dafür, ein FSJ in einer ASB-Einrichtung oder Einrichtungen in Trägerschaft des ASB zu leisten. Das FSJ sei eine große Bereicherung für alle Beteiligten, informiert der ASB. Die Arbeitsfelder würden dabei vom Engagement im Altenpflegeheim über die Hilfe in Kindertagesstätten bis hin zum Einsatz im Krankentransport reichen. Derzeit würden jedoch nur rund 18.600 Plätze für Freiwillige sowie rund 6.200 Plätze für anerkannte Kriegsdienstverweigerer, die ein FSJ oder ein FÖJ absolvieren, durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend finanziell unterstützt.

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