Arbeiter bei Rohrreinigung verletzt


Hannover (fw) – Vermutlich durch unsachgemäßen Umgang mit einem Mittel zur Rohrreinigung ist am späten Dienstagvormittag ein Arbeiter in Hannover verletzt worden. Aufgrund der zunächst unklaren Lage fuhr die Feuerwehr mit mehreren Spezialfahrzeugen die Einsatzstelle an.

Gegen 10.30 Uhr ging im Lage- und Führungszentrum der Feuerwehr Hannover ein Notruf über einen bewusstlosen Installateur ein. In dem Bereich, in dem der Arbeiter gearbeitet hatte, sei starker Gasgeruch wahrnehmbar.

Durch das Lage- und Führungszentrum wurde aufgrund dieser Meldung umgehend der zuständige Löschzug der Feuer- und Rettungswache 3 sowie zwei Fahrzeuge der ABC-Gefahrenabwehr und der Rettungsdienst mit einem Rettungswagen und einem Notarzteinsatzfahrzeug zur Einsatzstelle alarmiert.

Bei der ersten Erkundung durch den Einsatzleiter stellte sich heraus, dass in dem Gebäude in der Adelheidstraße kein explosives Gas ausgetreten war, der betroffene Installateur sich bereits im Freien befand und wieder ansprechbar war.

Er wurde umgehend im Rettungswagen durch den Notarzt untersucht und im Anschluss in die Medizinische Hochschule Hannover transportiert. Die weitere Erkundung der hauptsächlich betroffenen Wohnung ergab, dass dort in der Küche ein Abfluss gereinigt werden sollte.

Hierfür wurde ein spezielles Rohrreinigungsmittel benutzt, das zu mindestens 95 Prozent aus Schwefelsäure besteht. Vermutlich durch unsachgemäße Anwendung kam es hierbei zu einer chemischen Reaktion durch die Gase freigesetzt worden sind, die zur Bewusstlosigkeit geführt haben.

Der Bereich wurde gelüftet, wodurch sich die Gase schnell verflüchtigten. Weitere Maßnahmen der Feuerwehr waren nicht notwendig.

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