Angler in Not: Erfolgreiche Handy-Ortung


Düsseldorf (BF) – Ein 42-jähriger Mann befand sich gestern Mittag in einer Notlage. Sein Handy wurde geortet, zwei Hubschrauber, ein Rettungswagen und die Freiwillige Feuerwehr Hubbelrath suchten den Angler erfolgreich.

Mit dem Handy wählte am Mittag ein Angler aus Mettmann den Notruf der Feuerwehr. Ihm war schlecht und er klagte über Kreislaufprobleme. Leider konnte der Mann seinen genauen Aufenthaltsort der Leitstelle nicht mitteilen. Fest stand nur, dass er ungefähr in der Nähe des Golfclubs in Hubbelrath war und nicht aufstehen konnte, weil dann sein Kreislauf „wegsackte“.

Der Leitstellenbeamte alarmierte umgehend einen Rettungswagen und die Freiwillige Feuerwehr Hubbelrath zur Straße Am Schmidtberg. Parallel ortete ein anderer Mitarbeiter das Handy des Erkrankten. Die Position wurde an der Anschlussstelle Mettmann markiert. Aufgrund der wenigen Funkmaste in diesem ländlichen Gebiet war die Ortung mit einem Radius von 1422 Metern recht ungenau.

Daraufhin wurde ein Rettungshubschrauber aus Duisburg und der Polizeihubschrauber aus Düsseldorf alarmiert. Am Boden und aus der Luft wurde nun das Gebiet abgesucht. Da der Mann angab an einem See zu sein, wurde die Suche an den acht Angelteichen begonnen. Während der Suchaktion kam auch ein Freund des Mettmanners hinzu. Der Freund konnte der Rettungsmannschaft schnell zeigen, wo der Erkrankte angeln wollte.

Gegen 14 Uhr wurde er schließlich vor einer Hütte an einem der Angelteiche gefunden. Der Notarzt untersuchte den Mann und brachte ihn mit unbekannten Kreislaufproblemen in ein Krankenhaus nach Mettmann. Lebensgefahr besteht für ihn nicht. Bei dem Einsatz waren 15 Helfer beteiligt.

Hinweis zur Handyortung:
Die Feuerwehr Düsseldorf führt seit einigen Jahren die Handyortung bei Notfällen durch. Eine Ortung durch die Feuerwehr darf aber nur durchgeführt werden, ein akuter Notfall für einen Patienten vorliegt. Die Genauigkeit einer Ortung hängt stark von dem Handy und der Dichte der Mobilfunkmaste ab. Ein Handy mit GPS ist relativ genau zu orten. Dagegen ist der Aufenthaltsort der übrigen, und meistverbreiteten Handys, eher sehr ungenau. Der mögliche Unglücksort wird meist mit einem Radius von 200 bis 600 Metern, hier sogar mit 1422 Metern eingegrenzt. Dennoch hilft die Ortung, denn so können Rettungswagen und Notarzt schon in die Nähe des Verunglückten fahren, während die Leitstelle die Einsatzadresse weiter eingrenzt.

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