Ambulante Versorgung: Kassen an Kosten beteiligen


Berlin (rd.de) – Die gesetzlichen Krankenkassen sollen Einsätze des Rettungsdienstes auch dann bezahlen, wenn der Patient nicht in eine Klinik gebracht wird. Dies fordert eine aktuelle Petition an die Adresse des Deutschen Bundestages, die noch bis zum 21. Mai dieses Jahres mitgezeichnet werden kann.

Ralf Houven, Verfasser der Petition, verweist auf Paragraph 60 Sozialgesetzbuch (Fünftes Buch, gesetzliche Krankenkassen), wonach Krankenkassen dazu verpflichtet seien, Fahrkosten zu tragen, wenn der Transport eines Patienten zur ärztlichen Behandlung oder von dort zurück medizinisch notwendig sei. Das Bundessozialgericht hat daraus in seinem Urteil B 1 KR 38/07 R vom 6. November 2008 geschlossen, dass eine Krankenkasse nicht zahlen müsse, wenn der Rettungsdienst lediglich beim Patienten tätig würde, ohne ihn anschließend zu transportieren. Der Rettungsdienst muss in diesen Fällen die Kosten selbst tragen bzw. dem Patienten in Rechnung stellen.

Nach Houvens Ansicht profitierten die Kassen von der guten Arbeit der Rettungsfachkräfte vor Ort, bräuchten sich im Falle einer ausschließlich ambulanten Versorgung an den Kosten aber nicht zu beteiligen. „Ich finde, dass die Krankenkassen die Gebühren für solche Einsätze tragen sollten“, erklärt Ralf Houven gegenüber rettungsdienst.de und bittet darum, dass sich möglichst viele seiner Petition anschließen. 264 Mitzeichner wurden bislang bereits registriert.

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