19-Jähriger prügelt auf Rettung und Polizei ein


Berlin (pol) – Zwei verletzte Rettungsdienstmitarbeiter und drei verletzte Polizeibeamte sind die vorläufige Bilanz eines Einsatzes in der Nacht auf Samstag in Pankow.

Eine besorgte Mutter hatte die Polizei gegen 22.40 Uhr in die Dusekestraße alarmiert, weil sie sich um das Wohlbefinden ihres 19-jährigen Sohnes sorgte, der ständig auf den Boden der gemeinsamen Wohnung klopfte und sich nicht ansprechen ließ.

Gleichzeitig mit den Polizisten war auch die Besatzung eines Rettungswagens eingetroffen. Als die Beamten und ein Mitarbeiter des Rettungsdienstes den gemeldeten Sohn in Augenschein nehmen wollten, griff der 19-Jährige den Retter an, zog ihn durch die Wohnung in die Küche und drückte ihn auf den Küchentisch.
Trotz sofortigen Einschreitens der Polizisten gelang es zunächst nicht, den heftig um sich schlagenden und tretenden 19-Jährigen unter Kontrolle zu bringen.
Auch der gezielte Einsatz des Pfeffersprays in die Gesichtsregion des aggressiven jungen Mannes blieb ohne Wirkung. Stattdessen trat er einem Sanitäter mit voller Wucht in den Genitalbereich.

Erst nach mehreren Festnahmeversuchen konnten die Polizisten dem unter Einfluss von Betäubungsmitteln stehenden Handfesseln anlegen, um ihn zur Blutentnahme und Untersuchung in ein Krankenhaus zu transportieren.

Der angegriffene Rettungssanitäter klagte über Unterleibsschmerzen, drei Polizisten erlitten Verletzungen am Rücken und an den Beinen, worauf zwei Beamte ihren Dienst beendeten.

Es wurden Ermittlungsverfahren wegen Widerstandes gegen Vollstreckungsbeamte und gefährliche Körperverletzung eingeleitet.

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