18 Verletzte im Regionalexpress


Frechen-Königsdorf (ots) – Am Samstagabend (27.06.09) wurden im Bahnhof Frechen-Königsdorf 18 Reisende durch starken Rauch in einem Regionalexpress verletzt.

Der Regionalexpress (RE 10132) befand sich auf der Fahrt von Köln nach Aachen, als gegen 20:30 Uhr in Höhe der Ortslage Frechen-Königsdorf im Zuginnenraum eine starke Rauchentwicklung entstand. Der Zug stoppte im Bahnhof Frechen-Königsdorf. Unter den rund 150 Fahrgästen brach Panik aus, da sich die Türverriegelungen nicht sofort geöffnet haben sollen.

Ursächlich für die Rauchentwicklung ist nach ersten Ermittlungsergebnissen der Bundespolizei ein Brand an einer Bremsanlage. Das Feuer an der Bremsanlage wurde durch vier im Zug anwesende Bundespolizisten mit Feuerlöschern abgelöscht.

Insgesamt 93 Zuginsassen wurden vor Ort durch den Rettungsdienst ärztlich untersucht. Davon wurden 18 Personen in umliegende Krankenhäuser gebracht. Hierunter auch die vier Bundespolizisten, die während ihres Löscheinsatzes eine Rauchvergiftung erlitten.

Die Bundespolizei beschlagnahmte den kompletten Zug und hat gemeinsam mit dem Eisenbahnbundesamt Ermittlungen zur Unglücksursache aufgenommen.

Nach bisherigen ersten Erkenntnissen wurde der Rauch vermutlich durch die Klimaanlage in den Zuginnenraum gesogen. Darüber hinaus liegen erste Zeugenaussagen dahingehend vor, dass sich die Türverriegelungen beim Halt nicht sofort geöffnet haben sollen und die Reisenden die Nothilfeeinrichtungen betätigen mussten.

Im Einsatz waren rund 75 Einsatzkräfte von Bundes- und Landespolizei sowie von Feuerwehren des Rhein-Erft-Kreises.

Die Eisenbahnstrecke Köln – Aachen musste im Bereich des Bahnhofs Frechen-Königsdorf teilweise bis 23:15 Uhr komplett gesperrt werden. Betroffen waren sowohl die S-Bahn- als auch Schnellfahrstrecke. Bei 13 Zügen entstand eine Gesamtverspätung von rund 600 Minuten.

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