18-jähriger Böllerschütze lebensgefährlich verletzt


Hausen (brk) – Ein 18-jähriger einheimischer Böllerschütze ist am Samstagmorgen in Hausen beim Hochzeitsschießen mit einem Böllergerät lebensgefährlich verletzt worden. Nach der Erstversorgung wurde der junge Mann zur Neurochirurgie in die Salzburger Christian-Doppler-Klinik geflogen. Der BRK-Kriseninterventionsdienst (KID) kümmerte sich um die betroffenen Freunde und Angehörigen.

Insgesamt acht junge Männer, darunter auch der 18-Jährige, trafen sich wegen der kirchlichen Trauung eines Freundes bereits in den frühen Morgenstunden vor dem Wohnhaus des Bräutigams im Ortsteil Hausen und veranstalteten dort ein Böllerschießen. Geschossen wurde laut Polizei mit einem selbstgebauten Böllerschussapparat mit fünf parallelen Rohren, in denen Schwarzpulver per Seilzug gezündet wurde.

Nachdem bereits Stunden zuvor einige Schüsse nacheinander abgefeuert worden waren, sollte zum Schluss gegen 8.00 Uhr nochmals geböllert werden. Die letzten beiden der fünf Schüsse sollten gleichzeitig explodieren und das Spektakel beenden. Nach der vermeintlich letzten Explosion beugte sich der 18-Jährige über das Gerät und genau in diesem Moment zündete noch eine Ladung, die zuvor nicht losgegangen war. Durch die enorme Druckwelle erlitt der junge Mann lebensgefährliche Kopfverletzungen.

Die anwesenden Ersthelfer kümmerten sich sofort um den 18-Jährigen und setzten einen Notruf ab. Die Leitstelle Traunstein schickte daraufhin das BRK mit dem Traunsteiner Rettungshubschrauber „Christoph 14“, einem Rettungswagen, dem Freilassinger Notarzt und dem Laufener Krankenwagen zur Erstversorgung nach Hausen.

Der 18-Jährige wurde nach intensiver medizinischer Versorgung per Hubschrauber zur Christian-Doppler-Klinik nach Salzburg geflogen. Vier Krisenberater des Roten Kreuzes kümmerten sich um die betroffenen Freunde und Angehörigen des jungen Mannes.

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