Windentraining für den exponierten Notfall


Hooksiel (ADAC) – Schwerverletzte oder akut erkrankte Patienten an exponierten Notfallorten stellen eine große Herausforderung an die rettungsdienstlichen Versorgungsstrukturen dar. Deshalb hat die ADAC Luftrettung das Windentraining ausgebaut. Insbesondere im alpinen und maritimen Bereich sind Hubschrauber, die mit einer Winde ausgestattet sind, häufig die idealen Rettungsmittel für derar-tige Notfallkonstellationen.

Bei einer solchen Übung, wie zum Beispiel in Hooksiel bei Wilhelmshaven mit „Christoph 26“, bedarf es eng abgestimmter und in allen Einzelschritten trainierter Abläufe. Nur so kann die größtmögliche Sicherheit für das gesamte Rettungsteam sowie die bestmögliche Versorgung für den Patienten sichergestellt werden.

Bei den aktuellen Fortbildungen trainiert die ADAC Luftrettung mit ihren Crews – bestehend aus Piloten, Bordtechnikern, Notärzten und Rettungsassistenten – nicht nur die Windenrettung, sondern bildet in einem kombinierten Simulationstraining die gesamte Komplexität solcher Einsatzgeschehen ab. Nur durch dieses aufwendig konzipiertes Training lässt sich für den Ernstfall ein Höchstmaß an Handlungssicherheit aller Beteiligten unter solchen Extrembedingungen erreichen.

Die Crews müssen in diesem Training zu einem fingierten Notfallpatienten auf einem Seenotrettungskreuzer der DGzRS fliegen und die medizinische Crew samt Ausrüstung mit der Winde auf dem Schiff absetzen. Dort müssen Notarzt und Rettungsassistent gemeinsam mit der Bootsbesatzung den „Patienten“ versorgen und für den Abtransport vorbereiten. Notarzt und Patient, der beispielsweise während der gesamten Versorgung beatmet werden muss, werden dann gemeinsam mit der Winde an Bord des ADAC-Rettungshubschraubers geholt, um anschließend möglichst schnell in eine geeignete Klinik fliegen zu können.

Als „Patienten“ kommen Patientensimulatoren (Dummys) zum Einsatz, die eine Vielzahl von normalen oder krankhaften Körperfunktionen imitieren können und alle wichtigen Notfallmaßnahmen an sich durchführen lassen.

Foto: ADAC Luftrettung

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