Weiterbildungsstipendien für junge Rettungsassistenten


Bonn (SBB) – Die Begabtenförderung berufliche Bildung für die Gesundheitsfachberufe besteht mittlerweile seit zehn Jahren. Unter anderem konnten sich in dieser Zeit auch bereits über 200 Rettungsassistenten aufgrund hervorragender Leistungen in der Ausbildung oder im Berufsalltag für das Förderprogramm qualifizieren. Die Mittel für die Weiterbildungsstipendien stellt das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) zur Verfügung.

Insgesamt haben bislang über 4.200 Stipendiaten insgesamt 10,8 Mio. Euro für anspruchsvolle berufsbegleitende Weiterbildungen erhalten.

Koordiniert wird das Programm von der Stiftung Begabtenförderungswerk berufliche Bildung gGmbH (SBB), die die Stipendiaten der Gesundheitsfachberufe auswählt und betreut. Die SBB ist eine gemeinsame Einrichtung des Deutschen Industrie- und Handelskammertages, des Deutschen Handwerkskammertages und des Bundesverbandes der Freien Berufe.

Für die dualen Ausbildungsberufe existiert das von der Bundesregierung initiierte Programm „Begabtenförderung berufliche Bildung“ bereits seit dem Jahr 1991. Besonders der Bundesverband der Freien Berufe hat sich vor zehn Jahren dafür eingesetzt, dass das erfolgreiche Förderprogramm auch für die 17 bundesgesetzlich geregelten Fachberufe im Gesundheitswesen geöffnet wird.

Engagierte Rettungsassistenten können sich seit Juli 1999 um das begehrte Weiterbildungsstipendium bewerben. Wer ein Stipendium erhält, kann in drei Förderjahren bis zu 5.100 EUR an Zuschüssen für anspruchsvolle berufsbegleitende Weiterbildungen beantragen. Besonders häufig wählen Rettungsassistenten fachspezifische Weiterbildungen, zum Beispiel zum Organisatorischen Leiter Rettungsdienst (OrgL) oder zur Qualifikation für den Luftrettungsdienst. Aber auch fachübergreifende Fortbildungen wie EDV- oder Sprachkurse können gefördert werden.

Seit Anfang 2008 kann das Stipendium auch zur Förderung berufsbegleitender Studiengänge, die auf Ausbildung oder Berufstätigkeit aufbauen, genutzt werden.

Das Ziel des BMBF, ein Prozent aller Berufsabsolventen eines Ausbildungsjahrgangs mit einem Stipendium zu unterstützen, hat die SBB bei den Gesundheitsfachberufen im letzten Jahr erreicht. Hierfür hat das BMBF die Fördermittel deutlich erhöht: In diesem Jahr stehen zwei Millionen Euro zur Verfügung. Aktuell betreut die SBB 1727 Stipendiaten aus den Gesundheitsfachberufen, darunter 87 Rettungsassistenten.

Mit steigenden Stipendiatenzahlen hat sich auch das Team „Gesundheitsfachberufe“ vergrößert. Projektleiter Milo Picado, der den neuen Arbeitsbereich der SBB ab Mitte 1999 aufbaute, hat inzwischen vier Kollegen, die wie er selbst eine Ausbildung in einem Gesundheitsfachberuf sowie zahlreiche Fort- und Weiterbildungen absolviert haben. „So können wir die Stipendiatinnen und Stipendiaten optimal beraten. Wir sprechen ihre Sprache, das ist der Trumpf der SBB“, so Wolf Dieter Bauer, Geschäftsführer der SBB.

Um die Stipendiaten bei der Auswahl geeigneter Weiterbildungsmaßnahmen zu unterstützen und darüber hinaus einen Austausch mit anderen Stipendiaten zu ermöglichen, organisierte die SBB in diesem Jahr erstmalig Seminare zur beruflichen Laufbahnberatung. Die Stipendiaten haben dieses neue Angebot sehr gut angenommen, Planungen für Folgeveranstaltungen laufen bereits.

Dass die Fördergelder des BMBF sinnvoll angelegt sind, bescheinigen die vielen persönlichen Erfolgsgeschichten der Stipendiaten. „Einige ehemalige Stipendiaten sind inzwischen als stellvertretende Rettungswachenleiter eingesetzt. Andere kümmern sich als Lehrrettungsassistenten um die Ausbildung ihrer zukünftigen Kollegen. Solche Beispiele zeigen, dass das Programm viel bewegt“, so Milo Picado.

Wer sich um ein Weiterbildungsstipendium bewerben will, muss einen sehr guten Abschluss als Rettungsassistent vorweisen und zum Aufnahmezeitpunkt (jährlich der 1. April) jünger als 26 Jahre sein. Bewerbungsschluss ist jeweils der 28. Februar.

Weitere Informationen zum Weiterbildungsstipendium unter www.begabtenfoerderung.de oder telefonisch unter 0228 – 629 31 10.

(03.08.2009)

Möchten Sie einen Kommentar schreiben?