Umfrage: Ihre Erfahrung mit intraossären Zugängen


Intraossäre Punktion. Foto: M. BrändliBremen (rd.de) – Seit Erscheinen der ERC-Guidelines im Jahre 2005 findet die Anwendung intraossärer Zugänge (i.o.) auch bei erwachsenen Notfallpatienten deutlich mehr Beachtung. Die im Oktober 2010 veröffentlichten aktualisierten Empfehlungen unterstreichen nochmals den hohen Stellenwert. Zeit, Sie nach Ihren Erfahrungen mit i.o.-Zugängen im deutschen Rettungsdienst zu befragen.

Zeichnet sich bei erwachsenen Notfallpatienten ab, dass das Legen eines peripher-venösen Zugangs (i.v.) schwierig oder unmöglich ist, sollte der Helfer laut European Resuscitation Council (ERC) umgehend einen intraossären Zugang als Alternative in Betracht ziehen. Bei Kindern wird das ERC noch deutlicher: Wenn bei ihnen die Anlage eines i.v.-Zugangs länger als 60 Sekunden dauert, ist ein intraossärer Zugang indiziert.

Im April 2010 haben auch die wissenschaftlichen Arbeitskreise Notfallmedizin und Kinderanästhesie eine gemeinsame Empfehlung für die Verwendung von i.o.-Zugängen herausgegeben. Hiernach soll nach drei Fehlversuchen der peripher-venösen Punktion oder einem Zeitfenster von 90 bis 120 Sekunden ein intraossärer Zugang bei kritisch-kranken oder verletzten Patienten angewendet werden.

Wir möchten von Ihnen nun wissen, welche Erfahrungen Sie als Rettungsassistent mit der Verwendung von intraossären Zugängen in Ihrem Rettungsdienstbereich gemacht haben. Dürfen Sie überhaupt i.o.-Zugänge legen und wenn ja, unter welchen Voraussetzungen? Welche Punktionsstellen sind erlaubt? Und wie wurden Sie für diese Maßnahme geschult?

Diese und weitere Fragen finden Sie in unserem Online-Fragebogen. Um ein möglichst fundiertes Bild zu erhalten, hoffen wir auf eine rege Teilnahme.

Bitte berücksichtigen Sie, dass wir leider weder Notärzte noch Mitarbeiter ausländischer Rettungsdienste berücksichtigen können. Deren Angaben würden das Bild verfälschen.

Nach Abschluss der Umfrage wird das Rettungs-Magazin die Ergebnisse in einem Fachartikel publizieren.

One Response to “Umfrage: Ihre Erfahrung mit intraossären Zugängen”

  1. Dr.med.Werner Pieper on Februar 14th, 2015 17:32

    Vor 2 Tagen nachts um 3 Uhr Reanimation10jähriger Junge bei hochfieberhaftem
    Infekt, venenmäßig peripher gleich null, Subclavia oder interossärer Zugang standen
    zur Disposition. Der interossäre war der Favorit und klappte an der Tibia hervorragend. Eine feine Sache und ein Segen im Zeitspiegel. Pie

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