Übung: Busunfall mit 50 Verletzten


Übung Busunfall, Foto: Landkreis Marburg-BiedenkopfMarburg-Biedenkopf (pm) – Rund 200 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Rettungsdienst, Polizei und Katastrophenschutz haben am Samstag im Landkreis Marburg-Biedenkopf den Ernstfall geprobt.

Ausgehend von einem Busunfall auf der Kreisstraße 5 zwischen den Cölber Ortsteilen Bernsdorf und Reddehausen hatten die Einsatzkräfte die Aufgabe, annähernd 50 Verletzte zu retten und zu versorgen. In einem ersten Fazit zogen die Verantwortlichen eine positive Bilanz über den Ablauf der Übung.

Beinahe so realistisch wie der Ernstfall: Ein Gelenkbus liegt auf Seite und blockiert die Straße, ein Auto ist unter einen Lastwagen gerast. Geschminkte Verletztendarsteller liegend stöhnend in den Trümmern oder laufen den Einsatzkräften schreiend entgegen. Den überraschten Einsatzkräfte, die nichts von der Übung wissen, steht der Stress ins Gesicht geschrieben. „Genau das wollten wir erreichen: Den Übungsteilnehmern eine realistische und auch sehr anspruchsvolle Übungssituation bieten“, erklärte Kreisbrandinspektor Lars Schäfer.

RA-Abschlussprüfung inklusive

Eingebettet in diese Alarmübung war die Abschlussprüfung von angehenden Rettungsassistenten des DRK-Bildungszentrums Marburg. Sie rückten mit 16 Rettungswagen an und mussten unter den wachsamen Augen ihrer Ausbilder zeigen, was sie gelernt haben. Außerdem waren mehrere Notärzte, die Feuerwehren aus Cölbe, Reddehausen, Schönstadt, Bürgeln, Marburg, Stadtallendorf, Amöneburg-Mardorf und Weimar-Niederweimar beteiligt. Wichtige Unterstützung leisteten die Bereitschaften des Roten Kreuzes aus Marburg und Biedenkopf sowie das Technische Hilfswerk aus Marburg. Auch die Marburger Polizei war mit drei Streifenwagen und mehreren Beamten vor Ort, um die polizeilichen Maßnahmen bei einem derartigen Unfall zu üben. Mitarbeiter des Kriseninterventionsdienstes betreuten leicht und unverletzte Beteiligte. In der Zentralen Leitstelle und in der mobilen Einsatzzentrale des Landkreises wurde der Einsatz koordiniert.

Während Notärzte und Rettungsdienstmitarbeiter die Verletzten erstversorgten, gingen die Feuerwehren mit schwerem technischem Gerät zu Werke, um die eingeklemmten Unfallopfer zu befreien, was bei einem auf der Seite liegenden Gelenkbus eine echte Herausforderung war. Die enge Straße erhöhte den Schwierigkeitsfaktor noch einmal. Unterdessen wurden auf einer Wiese unweit der Unfallstelle Zelte aufgestellt, in denen die Verletzten weiter versorgt wurden, bevor sie schließlich mit den Rettungswagen abtransportiert wurden. Hilfe leistete dabei auch eine Unterstützungseinheit des Gießener Roten Kreuzes, die ebenfalls alarmiert worden war.

Landrat Robert Fischbach, der sich vor Ort ein Bild von den Arbeiten machte, lobte das konzentrierte Vorgehen der Einsatzkräfte: „Diese Übung hat gezeigt, dass unsere Einsatzkräfte der verschiedenen Organisationen gut miteinander verzahnt sind und auch gut miteinander arbeiten können. Das ist ein beruhigendes Gefühl.“

Insgesamt waren rund 250 Personen an der Übung beteiligt, die in den vergangenen drei Monaten vom Fachbereich Gefahrenabwehr des Landkreises und Marburg-Biedenkopf und dem DRK-Bildungszentrum geplant und vorbereitet wurde. Bereits um 5.00 Uhr morgens wurde am Samstag damit begonnen, das Unfallszenario auf der Kreisstraße herzurichten.

One Response to “Übung: Busunfall mit 50 Verletzten”

  1. charlie-zulu on Mai 5th, 2011 22:07

    Coole Abschlussprüfung!

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