Therapie gegen Berufsdermatosen


Norddeich (openPR/rd.de) – Die volkswirtschaftlichen Folgekosten durch berufsbedingte Hauterkrankungen sind enorm, weiß Dr. Gerhard Maaß von der Klinik Norddeich. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Gesundheitsberufen sind besonders betroffen. Das Team der Klinik Norddeich entwickelt mit dem Patienten zusammen einen berufsspezifischen Hautschutzplan.

Bei zahlreichen Berufen sind insbesondere juckende Hautausschläge ständige Wegbegleiter bei der täglichen Arbeit. Vorrangig hiervon betroffen ist das Friseurgewerbe. Aber auch Maler, Bäcker, Industriemitarbeiter und Angestellte in Gesundheitsberufen leiden oft unter einer so genannten Berufsdermatose. Bei mehr als drei Viertel aller anerkannten Berufskrankheiten handelt es sich um Hauterkrankungen. „Schuld daran sind zum einen Gefahrenstoffe, die in die Haut eindringen und das Gewebe schädigen können, zum anderen – insbesondere in Gesundheitsberufen – häufiges Händewaschen und die regelmäßige Verwendung von Desinfektionsmitteln“, erklärt Dr. Gerhard Maaß, Leitender Arzt der Dermatologie in der Klinik Norddeich. Im schlimmsten Fall führen diese Hautkrankheiten – haben sie sich einmal manifestiert – zur Berufsunfähigkeit. „Soweit muss es aber nicht kommen, denn jeder Mitarbeiter kann vorbeugen“, so Dr. Maaß.

Ein spezieller 3-Phasen-Hautschutzplan kann vorbeugen. Dieser ist Arbeitgebern in Berufen, in denen die Haut angegriffen wird, gesetzlich vorgeschrieben. „Ziel dieses Plans ist es, Hautveränderungen und Allergien vorzubeugen und den natürlichen Schutz der Haut zu stärken“, so Dr. Maaß. Er beinhaltet die Reinigung bei gröberem Verschmutzungsgrad, den Hautschutz und die anschließende Pflege.

Individuelle Therapie bei berufsbedingten Hauterkrankungen

Die Klinik Norddeich bietet Mitarbeitern aus Pflegeberufen eine spezielle Therapie zur Begrenzung und Linderung von berufsbedingten Hauterkrankungen an. Aufbauend auf einem ausführlichen Befund erstellt das Team der Klinik einen berufsspezifischen Hautschutzplan, der grundlegend für die weitere Prävention ist. Schulungen einschließlich praktischer Übungen zum richtigen Eincremen und zur Verwendung von Hautschutzmitteln ergänzen das Programm. Die jeweilige weitere Behandlung hängt vom persönlichen Befund ab. Meist werden spezielle Licht- und Badetherapien – insbesondere in Salzwasser – mit Cremes nach klinikeigenen Rezepturen kombiniert. Oft sind auch psychologische Verfahren wie Entspannungstrainings, Angstbewältigungsprogramme, ein Anti-Kratz-Training oder gegebenenfalls ein Raucherentwöhnungsprogramm sinnvoll. Denn insbesondere Handekzeme werden oft durch Tabakrauch unterhalten. Die Ergebnisse können sich sehen lassen: Die Erfolgsquote in der Einrichtung am Nordseedeich liegt bei über 40 Prozent.

Der von den Mitarbeitern der Klinik erstellte Hautschutzplan wird solange im künstlich geschaffenen Arbeitsumfeld getestet, bis er voll funktionsfähig ist und der Betroffene wieder in seinem gewohnten Arbeitsalltag zurechtkommt. Eine wesentliche Rolle im ganzheitlichen Behandlungskonzept der Norddeicher Klinik spielt auch die ernährungsmedizinische Therapie bzw. Ernährungsberatung, da viele Hauterkrankungen durch bestimmte Nahrungsmittel beeinflusst werden.

Weitere Informationen unter www.klinik-norddeich.de.

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