Seminare zur Verarbeitung von Suizid-Einsätzen


Bochum (rd.de/pm) – Nicht nur  Kranken- und Altenpfleger müssen Erlebnisse bei Suiziden oder Suizidversuchen verarbeiten. Auch Rettungsdienstpersonal, Feuerwehrleute und Polizisten sind von solchen Vorfällen betroffen. Ein Seminar der Uniklinik Bochum in Zusammenarbeit mit der Unfallkasse NRW vermittelt jetzt das nötige Rüstzeug.

Insbesondere für professionelle Helfer gibt es bislang wenig strukturierte Hilfsangebote. Obwohl sich in Studien gezeigt hat, dass die konkrete Erfahrung von Suizid(-versuchen) im Kontext einer beruflichen Tätigkeit für die betroffenen Mitarbeiter eine hohe psychische und kognitive Anforderung darstellen kann. Als Folge der erlebten Situation können Schuldgefühle, Zweifel an der eigenen beruflichen Kompetenz, Angst vor Vorwürfen oder Konsequenzen direkt oder zu einem späteren Zeitpunkt auftreten. Welche Bewältigungsstrategien gibt es hierfür?

Auf diese Fragen möchten vom LWL-Universitätsklinikum Bochum und der Unfallkasse NRW entwickelte Seminare eine Antwort geben. Sie richten sich an Ärzte, Psychologen, Pflegepersonal, Rettungsdienstpersonal, Polizisten, Feuerwehrleute, Seelsorger, Sozialarbeiter und Lehrkräfte.

Maßgeschneidertes Seminarangebot

In den Schulungen werden unterschiedliche Themenschwerpunkte in Hinblick auf einen erlebten Suizid oder Suizidversuch angeboten. Für die Mitgliedsunternehmen der Unfallkasse NRW ist die Durchführung der Schulung in den jeweiligen Einrichtungen kostenfrei. Im Vorfeld besteht die Möglichkeit durch ein Wahlformular spezifische Interessenschwerpunkte zu setzen. Die Schulungsinhalte werden dann entsprechend angepasst, um einen bestmöglichen Nutzen aus der angebotenen Schulung ziehen zu können.

Informationen zu den Inhalten der Seminarmodule liefert die Übersicht zu Bewältigungskonzepten

Bei Interesse an einer Schulung kann man sich an die LWL-Universitätsklinikum Bochum der Ruhr-Universität Bochum wenden:
Dipl.-Päd. Carina Armgart
Tel: 0234 5077-1222
E-Mail: Suizidbewaeltigung@wkp-lwl.org

Weitere Informationen erhält man auch bei der Unfallkasse Nordrhein-Westfalen in Düsseldorf:

Elke Böhme
Telefon: 0251 2102-276
E-Mail: e.boehme@unfallkasse-nrw.de

oder

Theodor Blättler
Telefon: 0211 2808-255
E-Mail: t.blaettler@unfallkasse-nrw.de

(12.06.2012)

One Response to “Seminare zur Verarbeitung von Suizid-Einsätzen”

  1. Heike Lippert via Facebook on Juni 13th, 2012 11:57

    Das gilt auch für der den Plötzlichen Säuglingstod. Wir machen Fortbildungen zum Thema: SID und was kommt dann? Der Rettung, Polizei, Feuerwwehr uvm wird gezeigt, wie man mit Betroffenen in der Akutsituation umgehen könnte. Was der Plötzliche Säuglingstod mit sich zieht. Ebenso aber bieten wir den Erstversorgern auh ein Gespräch nach der Akutsituation an, damit diese lernen damit umzugehen. heike-petra.lippert@geps-nord.de

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