Schwerer Kran, schwieriger Einsatz


München (BF) – In der Nacht zum Freitag kippte ein 40 Tonnen Autokran beim Abbiegen in die Heckenstallerstraße auf die rechte Seite und schlitterte noch circa 20 Meter weiter. Die Rettung- und Fahrzeugbergung war Schwerstarbeit.

Überhöhte Geschwindigkeit war laut Polizeiangaben die Ursache für diesen spektakulären Unfall mit einem 40-Tonnen-Kranfahrzeug. Dabei wurde der nicht angegurtete 25-jährige Fahrer des Fahrkrans auf der Beifahrerseite eingeklemmt und im Bereich der Beine schwer verletzt.

Die Rettung des jungen Kfz-Mechanikers erwies sich aufgrund der Schadenslage als äußerst schwierig und materialintensiv. Zeitgleich wurden ein Feuerwehrkran, zwei hydraulische Rettungsgeräte, eine Twin-Saw-Spezialsäge und Hebekissen
eingesetzt.

Während der gesamten Rettungsaktion betreute eine Notarztbesatzung der Feuerwehr und eine Rettungswagenbesatzung der Firma Aicher den Patienten. Nach einer knappen Stunde konnte der Fahrer aus dem Führerhaus befreit und in eine Münchner Klinik transportiert werden.

Im Anschluss an die Rettung stellte die Berufsfeuerwehr, in Absprache mit der Polizei, den verunfallten Kran wieder auf. Den Abtransport des Krans und der übrigen Beladungsteile übernahmen Privatfirmen. Während des gesamten Einsatzes war die Heckenstallerstraße halbseitig stadteinwärts, zur Bergung auch komplett, gesperrt. Teilweise ist die Straße aufgrund der Schäden auch jetzt nicht befahrbar.

Der Sachschaden wird auf 250.000 Euro geschätzt.

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