Rosenmontagszug 2013: Köln zieht positive Bilanz


Köln (rd.de) – Die Arbeitsgemeinschaft der Kölner Hilfsorganisationen zieht zum Abschluss des Rosenmontagszuges 2013 eine positive Bilanz. Die Berufsfeuerwehr Köln verzeichnete an allen Karnevalstagen eine Einsatzsteigerung gegenüber dem Vorjahr. Unter anderem musste ein Mann aus dem Rhein gerettet werden.

Insgesamt benötigten bis 18 Uhr rund 220 Personen sanitätsdienstliche Hilfe, teilten Malteser, Johanniter, ASB und DRK mit. 44 Patienten seien von den Hilfsorganisationen zur weiteren Behandlung in Kölner Krankenhäuser gebracht worden. Die Zahl der Hilfeleistungen stieg im Vergleich zum Vorjahr (212 Hilfeleistungen) nur leicht an.

Von einem deutlichen Anstieg der Einsatzzahlen gegenüber dem Vorjahr berichtet hingegen die Berufsfeuerwehr der Stadt. Über den Tag verteilt mussten die Retter von 7 bis 21 Uhr mehr als 350 Mal ausrücken (297 im Jahr 2012). Dies entspreche einem Zuwachs von etwa 20 Prozent, so die BF. Damit bestätige sich der Trend, nach dem an allen Karnevalstagen ein Anstieg zum Vorjahr festzustellen gewesen sei.

Zur Bewältigung dieses Einsatzaufkommens wurden 25 Rettungswagen und vier Notarzt-Einsatzfahrzeuge zusätzlich in Dienst genommen. Sie wurden von den vier Hilfsorganisationen sowie der Feuerwehr gestellt.

Person aus dem Rhein gerettet

Ein außergewöhnlicher Einsatz lief gegen 10:30 Uhr auf. Die Leitstelle der Feuerwehr Leverkusen berichtete von einer männlichen Person, die nackt im Rhein treibe und zu ertrinken drohe. Mit mehreren Rettungsbooten sowie einem Polizeihubschrauber wurde nach dem Mann gesucht. Nach etwa 15 Minuten wurde der 18-Jährige stark unterkühlt kurz vor Worringen von Feuerwehr und Polizei gerettet.

Für die vier Hilfsorganisationen waren 530 ehrenamtliche Sanitäter, Seelsorger und Ärzte den gesamten Tag im Einsatz. Neben vielen kleineren und größeren Blessuren betreuten die Einsatzkräfte unter anderem einen neunjährigen Jungen aus Finnland, der seinen Vater aus den Augen verloren hatte. Mit Unterstützung von Sanitätern konnten Vater und Sohn wieder zusammengeführt werden.

Auch das Team „Psychosoziale Notfallversorgung“ (PSNV) bewährte sich beim Rosenmontagszug. Insgesamt sechs Mal rückten die fünf PSNV-Kräfte aus, um psychische Erste Hilfe zu leisten. Unter anderem betreute das PSNV-Team einen suizidgefährdeten Mann, der nach ausführlichen Gesprächen dazu bewegt werden konnte, sich in einer psychiatrischen Einrichtung weiterversorgen zu lassen.

Gesamteinsatzleiter Klaus Albert (Malteser) scheint mit dem Verlauf des Sanitätsdienstes beim Rosenmontagszug zufrieden zu sein: „Die Zusammenarbeit zwischen Polizei, Berufsfeuerwehr, Zugleitung und Hilfsorganisationen verlief auch in diesem Jahr ausgesprochen positiv. Die Vorbereitungen und Planungen für den Karnevals-Einsatz gingen auf und erwiesen sich als sinnvoll.”

(Foto: BF Köln)

4 Responses to “Rosenmontagszug 2013: Köln zieht positive Bilanz”

  1. Hamster on Februar 16th, 2013 11:26

    Hallo,

    ich finde es schade das in solchen Berichten immer wieder einzelne Hilfsorganisationen ausgelassen werden.

  2. Hanseretter on Februar 18th, 2013 09:48

    Zu Hamster,

    welche denn in diesem Bericht?

  3. Hamster on Februar 18th, 2013 11:16

    Hallo,

    mir fehlt hier das THW.
    Das THW war auf vielen Umzügen zur Unterstüzung von Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst eingesetzt. Auf diese Helfer haben viel geleistet und gehören erwähnt finde ich.

  4. Klaus on Februar 20th, 2013 13:40

    Hallo Hamster,

    es ging hier wohl um die Arbeitsgemeinschaft der Hilfsorganisationen. Diesem Kreis gehört die Bundesanstalt Technisches Hilfswerk nicht an, nichts desto trotz sollten auch hier die ehrenamtlichen!!!! Kräfte erwähnt werden

    Klaus, DO1VK

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