Rettungsdienst beteiligt sich an AED-Projekt


Mainz (DRK) – Die erste Notrufsäule mit integriertem Defibrillator ging auf dem Platz vor dem Mainzer Hauptbahnhof in Betrieb. Die Stadt Mainz startete mit Unterstützung der Stadtwerke und dem Deutschen Roten Kreuz in Mainz, sowie dem DRK-Rettungsdienst Rheinhessen-Nahe eine Initiative gegen den plötzlichen Herztod.

Die Notfallsäule auf dem Bahnhofsvorplatz ist mit einem Defibrillator bestückt. Im Notfall drückt der Ersthelfer den Notfallknopf an der Notfallsäule und wird automatisch mit der Rettungsleitstelle in Mainz verbunden. Die Mitarbeiter der Rettungsleitstelle sind auf diese spezielle Situation vorbereitet und geben den Defibrillator per Fernöffnung frei. Gleichzeitig besteht die Möglichkeit, den Ersthelfer telefonisch in der Durchführung von Wiederbelebungsmaßnahmen zu unterstützen.

“Der plötzliche Herztod ist eine der häufigsten Todesursachen. Da ist es für uns als Rettungsdienst selbstverständlich, diese wichtige Initiative zu unterstützen.” erläutert der Geschäftsführer des DRK-Rettungsdienstes Rheinhessen-Nahe, Jörg Steinheimer, das Engagement des DRK-Rettungsdienstes.

Die Mitarbeiter der Rettungsleitstelle sind speziell für die Bearbeitung von Notrufen ausgebildet. Darüber hinaus sind sie auch für die telefongestützte Anleitung in Wiederbelebungsmaßnahmen geschult. Unterstützt werden die Leitstellendisponenten von einem Computersystem, welches sich bestmöglich auf die Situation des Ersthelfers einstellt und gezielt die richtigen Anweisungen gibt.

Jeden Tag sterben nach Angaben der Björn Steiger Stiftung 274 Menschen in Deutschland am plötzlichen Herzversagen. „Der Betroffene hat in der Regel nur dann die Chance auf ein schadensfreies Überleben, wenn mit der Herzdruckmassage und der Anwendung eines Defibrillators innerhalb der ersten 3-5 Minuten begonnen wird.

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(Foto: DRK-Rettungsdienst Rheinhessen-Nahe)

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