Offshore-Leitstelle kommt nach Bremen


Bremen (WFB) – Mit dem “European Offshore HSSE Center“ entsteht in Bremen ein neues Zentrum für die Sicherheit auf See. HSSE steht für Health, Safety, Security And The Environment (übersetzt: Gesundheit, Arbeitsschutz, Sicherheit und Umweltschutz). Entwickelt wird das Center von der Wirtschaftsförderung Bremen GmbH (WFB) gemeinsam mit der Europa-Center AG am Bremer Flughafen. Mit im Boot ist die Gesellschaft für Maritimes Notfallmanagement, eine Tochter der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS). Sie wird mit einer eigenen Leitstelle die Notfalleinsätze in den Offshore-Windparks koordinieren.

Mit dem Projekt wollen die Seenotretter ihre Erfahrung zur Verfügung stellen und die Notfallrettung in den Windparks auf dem offenen Meer in Bremen konzentrieren, erklärte Bremens Wirtschaftssenator Martin Günthner am Donnerstag anlässlich des offiziellen Projektstarts.

Mehr als 100 Windparks sind in der deutschen Nord- und Ostsee geplant, mehr als 1000 Menschen werden ständig auf hoher See im Einsatz sein. Ein Sicherheitskonzept ist für Offshore-Windparkbetreiber Pflicht. Die neue Notfallleitstelle der Gesellschaft für Maritimes Notfallmanagement übernimmt die gesamte Alarmierung, Disposition und Organisation eines Notfalls. Die angeschlossenen Betreiber müssen deshalb nicht ein jeweils eigenes Rettungs- und Überwachungskonzept samt Infrastruktur vorhalten.

Für die DGzRS steht fest: Die Seenotretter, die ihre gesamte Arbeit nach wie vor ausschließlich durch freiwillige Zuwendungen und ohne staatliche Gelder finanzieren, werden für diese zusätzliche Aufgabe keine Spendengelder einsetzen.

„Wir haben den Offshore-Windparkbetreibern unsere Erfahrungen angeboten. Wir können diese Koordinierungsfunktion übernehmen, wenn die Industrie es wünscht und finanziert“, erläutert Kapitän Udo Helge Fox, Mitglied der DGzRS-Geschäftsführung und der Gesellschaft für Maritimes Notfallmanagement. „Läuft alles wie geplant, kann vor Ende 2013 der Betrieb in den hierfür vorgesehenen neuen Räumlichkeiten im Europa-Center aufgenommen werden.“ Bis dahin wird der Betrieb aus den Räumen der Seenotleitung Bremen der DGzRS geleitet.

„Die Zentralisierung der Unternehmeraufgaben in einer Notfallleitstelle ist ein erheblicher Qualitätsfortschritt“, urteilt Hans-Werner Monsees, Leiter des Havariekommandos. „Mit der DGzRS haben die Offshore-Unternehmen den kompetenten Partner im maritimen Rettungswesen gewonnen. Ich hoffe, dass sich noch weitere Unternehmen dieser Lösung anschließen werden“, so Monsees.

(Foto: WFB/Frank Pusch)

5 Responses to “Offshore-Leitstelle kommt nach Bremen”

  1. doggi on Juni 22nd, 2012 09:24

    Eine Tochter der DGzRS ?…na sowas…da wird doch wohl keine wirtschaftlicher Geschäftsbetrieb aus Spendenmitteln finanziert ? Das könnte auch den ein oder anderen Spender interessieren

  2. Jörn on Juni 22nd, 2012 10:10

    @doggy: Lesen bildet: “Für die DGzRS steht fest: Die Seenotretter, die ihre gesamte Arbeit nach wie vor ausschließlich durch freiwillige Zuwendungen und ohne staatliche Gelder finanzieren, werden für diese zusätzliche Aufgabe keine Spendengelder einsetzen.” Steht doch so im Text. ;-) Dafür wird’s richtiges Geld von der vor Ort tätigen Windenergienanlagen-Wirtschaft geben.

    Sonnige Grüße aus dem “Offshore-Park”-freien Südwesten (dafür stehen hier die ersten Spargel im Schwarzwald rum)

  3. TobibBux on Juni 24th, 2012 10:54

    @doggi,
    Artikel noch mal lesen!
    vierter Absatz……
    wer lesen kann……

  4. doggi on Juni 25th, 2012 10:21

    stimmt…steht im Text…habe ich auch gelesen….
    Glauben heißt aber immer noch nicht Wissen……

  5. Jörn on Juni 25th, 2012 11:34

    @doggy: Mal ehrlich, wenn du es wirklich WISSEN willst, dann poste hier (und auch an anderer Stelle) nicht einfach nur deine kritischen, zum Teil boshaften Anmerkungen, sondern frage zuerst die Verantwortlichen der DGzRS (die haben eine superfunktionierende Pressestelle) und gib dann deinen Senf dazu ab…
    Denn: WISSEN ist Macht! Un-Wissen hilft nur den Mächtigen/Regierenden – Letzteres könnte auch von Marx, Engels & Co. sein, ist mir selbst aber gerade eingefallen. :)

    Ärgerliche Grüße aus dem Südwesten der Republik

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