Gefahrenabwehr als Studienfach


(Foto: HAW Hamburg)Hamburg (pm) – Die vielfältigen Aufgaben der Gefahrenabwehr erfordern ein hohes Maß an fachübergreifendem Wissen und Praxisnähe. Unter der Zielsetzung junge Führungskräfte für den gesamten Bereich der nicht-polizeilichen Gefahrenabwehr auszubilden bietet die Hochschule für Angewandte Wissenschaften (HAW) Hamburg zwei verschiedene Studiengänge an.

Seit 2006 wird der Rescue Engineering in Zusammenarbeit mit dem Institut für Notfallmedizin, der Deutschen Rettungsflugwacht und der Feuerwehr Hamburg angeboten. Dieser vermittelt eine interdisziplinäre Kompetenz auf den Gebieten der Medizin, der Sicherheits- und Rettungstechnik sowie der Logistik von Großschadenseinsätzen im In- und Ausland. Das Studium umfasst 7 Semester und endet mit dem Bachlor of Engineering.

rchhVor dem Hintergrund begrenzter finanzieller Ressourcen ist die Umsetzung eines zeitgemäßen Rettungswesens zugleich eine gesellschaftspolitische Aufgabe, die von den Fach- und Führungskräften neben ihrer Befähigung zum ingenieurgemäßen Denken, Entscheiden und Handeln ein breites aktuelles Wissen über wirtschaftliche, soziologische, psychologische und rechtliche Aspekte sowie die Bewältigung von Managementaufgaben verlangt.

Mögliche Tätigkeitsfelder für Rescue Engineering sind beispielhaft:

  • Management bei der Absicherung von Großveranstaltungen
  • Führungsaufgaben bei Feuerwehren und Rettungsdiensten
  • Logistik und Management bei Großschadensereignissen
  • Sachverständigen- und Gutachtertätigkeit bei Krankenversicherungen
  • Produktentwicklung und Service bei Herstellerunternehmen von Geräten und Verfahren der Notfallrettung und Sicherheitstechnik
  • Fachjournalismus und Öffentlichkeitsarbeit
  • Leitungsfunktionen in internationalen Hilfsprojekten

hazcontErst seit zwei Jahren, seit dem Wintersemester 2007 besteht der einmalige ‚Schwesterstudiengang‘ Hazard Control in enger Kooperation mit der Feuerwehr Hamburg. Absolventen sind mit einer Kombination naturwissenschaftlich-technischer Grundlagen und Inhalten der feuerwehrtechnischen Ausbildung für den gehobenen Dienst sowie des Katastrophenschutzes und der nicht-polizeilichen Gefahrenabwehr qualifiziert.

Durch die multidisziplinäre und anwendungsorientierte Ausbildung eröffnen sich den Absolventen umfangreiche berufliche Möglichkeiten, z.B. als Führungskräfte in Organisationen der Gefahrenabwehr oder in den Bereichen Sicherheitsmanagement, Planung, Beratung und Produktentwicklung.
Das Ziel des Studiums ist es auf hohem Niveau Führungskräfte und Spezialisten für den Bereich des Brand- und Gefahrenschutzes auszubilden.

Die beiden ingenieurwissenschaftlichen Studiengänge zeichnen sich durch ihre praxisorientierte und industrienahe Ausbildung aus. Die HAW ist die zweitgrößte Hochschule Hamburgs, es besteht eine Partnerschaft mit über 140 Hochschulen weltweit. Durch das Studieren in kleinen Gruppen wird ein gutes und intensives Lernklima gefördert.

Auf der Interschutz 2010 in Leipzig stellen Studierende in der Halle 1, Stand A50, ihre Studiengänge Rescue Engineering und Hazard Control vor. Neben den reinen Informationen über alles was das Studieren betrifft, werden auch verschiedene Projekte aus dem und um das Studium vorgestellt.

Weitere Informationen gibt es im Internet unter: www.haw-hamburg.de/ls

(Autor: Nico Oestreich)

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