Neue Motorradsaison beginnt


Bonn (rd.de) – Mit den ersten Sonnenstrahlen brechen viele Biker zu Frühlingstrips mit ihrem Motorrad auf. Damit die erste Spritztour nach der Winterpause ein voller Erfolg wird, geben der ADAC, die Deutsche Rettungsflugwacht und der Deutsche Verkehrssicherheitsrat Tipps zur Unfallvermeidung.

Fehlende Fitness lässt sich jetzt nicht mehr aufholen. Daher ist es ratsam, die ersten Etappen kürzer als sonst zu planen, mahnt der ADAC. Außerdem sollten Touren nicht sofort in die Berge oder über Pässe führen. Enge Kurven fahren sowie richtiges Bremsen in Schräglage und auf wechselnden Fahrbahnbelägen sollte erst im Flachland trainiert werden. Reaktionsvermögen und Blickverhalten sind zu Saisonbeginn nicht mehr so ausgeprägt wie am Ende der vergangenen Saison. Um wieder Fingerspitzengefühl für seine Maschine zu entwickeln ist ein ADAC-Sicherheitstraining nützlich.

Helm, Handschuhe, warme Kombi und schützender Nierengurt sind bei jedem Trip unverzichtbar. Sie tragen erheblich zum Schutz des Fahrers bei und sind ebenso wichtig wie fahrerisches Können. Für eine klare Sicht ist es wichtig, verkratzte Helmvisiere auszutauschen, rät der ADAC weiter.

Auch die Deutsche Rettungsflugwacht weiß genau um die Gefahren der beginnenden Motorradsaison. Die DRF weist darauf hin, die Maschine vor der ersten Tour gründlich zu checken, es am Anfang langsam angehen zu lassen und nicht auf Blinkzeichen zu vertrauen, sondern bei den Autofahrern auf die Richtung der eingeschlagenen Räder zu achten.

Vorsicht gilt auch beim Überholen. Möglicherweise hat der Autofahrer das Motorrad noch nicht bemerkt, will abbiegen oder wenden. Weiterhin sollte man nicht im toten Winkel eines Fahrzeuges fahren und Kurven nicht zu nah am Mittelstreifen nehmen um folgenschwere Kollisionen zu vermeiden.

Der Deutsche Verkehrssicherheitsrat hat bereits vor Ostern seine Kampagne „Runter vom Gas“ den Motorradfahrern gewidmet. Zusammen mit Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee wurde eine speziell für Motorradfahrer entwickelte Sicherheitsweste präsentiert: „Jährlich verunglücken mehr als 53.000 Motorradfahrer in Deutschland – über 650 sterben. Damit finden wir uns nicht ab“, sagte Tiefensee in Berlin. „Gerade im Frühjahr, wenn die Motorradfahrer ihre Maschinen aus der Garage holen und nach dem langen Winter noch ungeübt sind, passieren besonders viele Unfälle. Alle Verkehrsteilnehmer müssen sich auf die Motorräder einstellen. Mit einer neu entwickelten Sicherheitsweste sorgen wir dafür, dass Biker besser gesehen werden. Die Westen sind ein Symbol und ein Plädoyer für mehr Rücksichtnahme im Straßenverkehr.“

Für die Kampagne trommelte man prominente Motorradfahrer zusammen. Elf prominente Sicherheitsbotschafter (siehe Foto), darunter Guildo Horn, Mo Asumang, Raphaël Vogt, Katy Karrenbauer und Speedway-Weltmeister Egon Müller werden in den kommenden Wochen in elf Bundesländern jeweils 1.000 Sicherheitswesten verteilen.

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