Libyen-Hilfe: zivile Rettungsdienste leisteten Amtshilfe


Berlin (rd.de) – 39 schwerverletzte Libyer wurden am Dienstag mit einem Airbus A310 MedEvac der Luftwaffe zum militärischen Teil des Flughafens Köln/Bonn geflogen. Von hier aus wurden sie zur weiteren Versorgung in verschiedene Bundeswehrkrankenhäuser gebracht. Der zivile Rettungsdienst leistete bei den Transporten Amtshilfe.

In Berlin zum Beispiel beteiligte sich die Berufsfeuerwehr maßgeblich am Transport von sechs Kriegsverletzten vom Flughafen Tegel – militärischer Teil – zum Bundeswehrkrankenhaus in Mitte. Die Patienten wurden zunächst von einem Notarzt gesichtet und dann mit Rettungswagen der Bundeswehr sowie der Berliner Feuerwehr in einem von Feldjägern begleiteten Konvoi in das Bundeswehrkrankenhaus transportiert. Für den Einsatz nahm die Feuerwehr kurzzeitig drei zusätzliche Rettungswagen in Dienst. Außerdem waren drei RTW der Bundeswehr und ein ELW OrgL RD/LNA im Einsatz.

Weitere Verletzte wurden nach Hamburg geflogen, von wo aus die Patienten in die Bundeswehrkrankenhäuser Hamburg und Westerstede (bei Oldenburg) gebracht wurden. Auch hier war die Berufsfeuerwehr an den Transporten beteiligt. Ferner setzte die Bundeswehr einen Hubschrauber vom Typ CH-53 ein, um Libyer in das Bundeswehrkrankenhaus nach Ulm zu fliegen.

Für die übrigen Patienten wurden zivile Großraumkrankenwagen des „Feuerwehr und Katastrophenschutzes Rheinland-Pfalz“ angefordert. Sie brachten die Nordafrikaner zur medizinischen Weiterbehandlung in das Bundeswehrzentralkrankenhaus nach Koblenz.

Fotos: Bundeswehr/ Ingo Bicker

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