Leitstellensanitäter unterstützen Hilfesuchende


Wien (OTS) – Die Leitstelle des Wiener Roten Kreuzes (WRK) arbeitet seit fast 4 Jahren nach den neuesten Richtlinien des Beratungsprotokolls AMPDS (Advanced Medical Priority Dispatch System) und war der erste Anwender in Wien. Im jährlichen Routinebetrieb der Leitstelle gibt es immer wieder Anrufe von PatientInnen und Angehörigen in englischer Sprache. Abfragen in Englisch waren somit für die bestens geschulten Leitstellensanitäter bisher kein Problem, doch mussten die deutschen Protokolle immer simultan übersetzt und angepasst werden. Nun kann aber auch erstmals in Wien eine englische, standarisierte notfallmedizinische Beratung mit AMPDS durchgeführt werden, da eine englische Version des Patientenberatungsprotokolls angeschafft wurde.
Nach dem Motto „My Buddy needs help!“ sind BesucherInnen aus dem Ausland bei Notfällen in den besten Händen wenn es darum geht, einem „Nachbarn“ zur Seite zu stehen und Hilfe zu holen. „Die Hilfe für englischsprachige Personen und BesucherInnen ist somit auch nur noch einen Anruf entfernt!“ sagt Rettungsdienstleiter Christoph
Redelsteiner.

AMPDS dient zur standardisierten Aufnahme von Notrufen in Rettungsleitstellen. Die neuesten Richtlinien beinhalten ausführliche Geburtsanweisungen auch bei möglichen Komplikationen wie Steißlage, Herz-Lungen- Wiederbelebung für Babys, Kleinkinder und Erwachsene, weiters Anleitung zur Frühdefibrillation sowie ein Protokoll zur Hilfe bei erschütteten und eingeklemmten Personen.
Die Leitstelle des Wiener Roten Kreuzes ist unter der Rufnummer 52144  rund um die Uhr für die Menschen in Wien erreichbar. Die Disponenten leisten auch bei besonderen notfallmedizinischen Anfragen kompetent Hilfe und Unterstützung. So konnte zum Beispiel durch telefonische „Hebammen“-Anleitung in bisher 17 Fällen mitgeholfen
werden, besonders eilige Mädchen und Buben gesund auf die Welt zu bringen.

(04.06.2008)

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