Rund 150 Einsätze im Camp Jeep


Göhren-Lebbin (rd.de) – Rund 1600 Geländewagenfreunde aus 22 Ländern besuchten das Euro Camp Jeep 2008 im Land Fleesensee in Mecklenburg-Vorpommern. Die sanitätsdienstliche Versorgung stellte ein Team der Firma Lührs Rescue aus Münster sicher – natürlich mit Jeeps.

Das Team setzte sich aus einem Leitenden Notarzt, drei Notärzten sowie je drei Rettungsassistenten und -sanitätern zusammen. Ihnen standen zwei Notarzteinsatzfahrzeuge (NEF) auf Jeep Grand Cherokee, ein NEF auf VW T5, ein Crossfire, ein Jeep Wrangler mit einem neu entwickelten Löschanhänger sowie ein Quad mit Rettungsanhänger und zwei Fahrräder zur Verfügung. Unterstützt wurden sie zudem durch eine dreiköpfige RTW-Besatzung des DRK. Das Team hatte während der insgesamt acht Tage dauernden Veranstaltung gut zu tun. Von Insektenstichen über Hundebisse, Schürfwunden, Verbrennungen und Prellungen bis hin zu einem schweren Unfall war die ganze Palette rettungsdienstlicher Maßnahmen gefordert.

Zu dem Unfall kam es, als einer der Teilnehmer mit einem Quad auf einer Geländestrecke vom Weg abkam und gegen zwei Bäume prallte. Das Quad wurde dabei schwer beschädigt, der Fahrer mit seinem linken Bein zwischen dem allradgetriebenen Gefährt und einem Baumstamm eingeklemmt. Die Besatzung eines NEF übernahm die Erstversorgung. Da die Einsatzstelle abseits befahrbarer Straßen lag, waren Notarzt und Rettungsassistent auf sich alleine gestellt. Zum Transport des ansprechbaren Patienten forderte das Team daher einen Rettungshubschrauber an. Im Krankenhaus diagnostizierten die Ärzte schließlich eine Luxation des linken Fußes mit Knochenbrüchen sowie massive Prellungen im Bereich Ober- und Unterschenkel und des Beckens mit großflächigen Hämatomen. Bei einer Ausfahrt kollidierte ein Jeep zudem mit einem Reh, hier gab es jedoch keine verletzten Personen. Außerdem mussten die Fahrzeuge in Zusammenarbeit mit der Polizei zahlreiche Ausfahrten auch verkehrstechnisch absichern.

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