Höhenrettungs-Studie: Jetzt noch teilnehmen!


Gießen (EUmedSR) – Nur noch bis zum 18. November dieses Jahres haben Höhenrettungsgruppen die Gelegenheit, sich an der Studie EUmedSR zu beteiligen. Sie wird von Medizinern an der Justus-Liebig-Universität Gießen durchgeführt und untersucht das Vorkommen medizinischer Notfälle bei Einsätzen von Höhenrettungseinheiten in Deutschland.

„Es haben knapp die Hälfte aller deutschen Höhenrettungsgruppen teilgenommen“, freut sich Martin Lutz von der Projektgruppe. „Alle maßgeblichen Einheiten sind dabei, alle Gruppen haben die Einschlusskriterien erfüllt. Das ist ein außergewöhnlich gutes Ergebnis.“

Seit Mitte August wurden alle Einheiten, die in Deutschland von einer öffentlich-rechtlichen Rettungsleitstelle zum Zwecke einer Höhenrettung alarmiert werden, von der Projektgruppe angeschrieben und sowohl nach Strukturdaten als auch zu den Einsätzen der Jahre 2006 bis 2008 befragt. Dies waren sowohl Spezialeinheiten der Feuerwehren, der Bergwacht, der Hilfsorganisationen, der Grubenwehren als auch von privaten Betreibern wie Sicherheitsdiensten oder Werkschutz.

„Ein weiteres Einschlusskriterium für die Untersuchung war, dass die Einheiten mit regelrechten Seilzugangstechniken Patienten erreichen oder retten. Dies ist in Deutschland einigen wenigen Spezialeinheiten, die hierfür besonders ausgebildet und ausgestattet sind, vorbehalten“, führt Dr. Rainer Röhrig weiter aus.

Nun läuft für alle Höhenrettungsgruppen, die sich noch nicht beteiligt haben, der Countdown. Bis spätestens 18. November müssen die noch nicht eingereichten Fragebögen nach Gießen geschickt werden, um an der Studie teilzunehmen.

„Das ist nicht nur für die Studie wichtig, auch liegt es im Interesse der Einheiten: Als Nebeneffekt der Studie wird es erstmalig zu einer praktisch vollständigen Liste aller offiziellen deutschen Höhenrettungseinheiten kommen“, erklärt Pressesprecher Martin Lutz.

Die ersten Ergebnisse der Studie werden Anfang Dezember auf dem diesjährigen 9. Kongress der DIVI (Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin) in Hamburg vorgestellt.

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