DLRG Niedersachsen warnt vor Herbstgefahren


(DLRG Nds) – Selbstüberschätzung und Materialermüdung sind Hauptgefahren beim Wassersport im Herbst. 2008 sind bereits 53 Menschen bei Bade- und Bootsunfällen in Niedersachsen ertrunken

Die Wassersportsaison neigt sich dem Ende zu. Auf den niedersächsischen Gewässern kehrt langsam Ruhe ein. Dennoch gibt es immer noch Wassersportler, die sich gerne den Naturgewalten des Herbstes stellen. Sturm, kaltes Wasser und niedrige Temperaturen setzen ihnen dabei besonders zu. Segler und Surfer, aber auch Fischer und andere Wassersporttreibende zieht es auch in der Nachsaison auf die Seen und Flüsse, um dem Wassersport nachzugehen.

Hierbei sollte man aber an die richtige Kleidung, Schutzausrüstung und körperliche Fitness denken: Ohnmachtsichere Schwimmwesten und warme Wetterschutzbekleidung sind für den Fall der Fälle lebenswichtig.

Das Wassersportgerät sollte auch noch einmal überprüft werden. Gerade Mast, Wanten, Segel, Schwert und Ruderanlagen sind in der zurückliegenden Wassersportsaison meistens stark beansprucht worden, so dass sie vielleicht den herbstlichen Stürmen nicht mehr standhalten werden.
Materialermüdungen sind in der Nachsaison oft ein Grund für Einsätze des Wasserrettungsdienstes der DLRG. Bei höheren Windstärken sind die Gewässer nur noch geübten und erfahrenen Seglern und Surfern zu überlassen. Durch Leichtsinn, Selbstüberschätzung und Risikobereitschaft kommt es auch hier immer wieder zu tragischen Unglücksfällen auf dem Wasser.

Bereits in diesem Jahr sind bis Ende August mindestens 53 Menschen alleine in Niedersachsen bei Bade- und Bootsunfällen ertrunken. Damit rangiert Niedersachsen innerhalb der Bundesländer auf Rang 2 dieser traurigen Statistik. Im gesamten Jahr 2007 waren es mindestens nur 54 Menschen die in Niedersachsen ertrunken sind.

Der DLRG Landesverband Niedersachsen ist auch im Jahr des 95. Geburtstages -19. Oktober 2008- der DLRG stets bemüht durch präventive, ehrenamtliche Arbeit die Ertrinkungszahlen zu senken.

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