Feuerwehrleute halfen im OP aus


Planegg (BF München) – Das passiert nicht alle Tage: Die Feuerwehr München half gestern (2.9.) bei der Entfernung eines eingedrungenen Fremdkörpers direkt im Operationssaal.

Unter den Motto, ungewöhnliche Einsätze erfordern bisweilen unkonventionelle Maßnahmen, berichtet die Pressestelle der Feuerwehr in München über folgenden Einsatz:

Ein 56-jähriger Gas-Wasser-Installateur führte auf einer Leiter Umbaumaßnahmen in einer Firma durch. Aus unklarer Ursache fiel er dabei aus drei Meter Höhe so unglücklich, dass sich bei dem Sturz eine Strebe der Leiter in seinen Rücken bohrte.

Die Besatzungen eines Rettungswagens des Malteser Hilfsdienstes und des Notarztwagens Süd-West versorgten den Verletzten vor Ort. Da das Entfernen von Fremdkörpern aus dem Körper nur unter OP-Bedingungen möglich ist, entfernten Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr Planegg nur den vermutlich untransportierbaren Großteil der Leiter.

Mit etwa 25 Zentimeter des eingedrungenen Materials im Rücken transportierte die Notarztbesatzung den Arbeiter in den Schockraum einer Münchner Klinik.

Da das Klinikum nicht über das nötige Werkzeug verfügt, wurde das feinmechanische Werkzeug, welches auf der Hauptfeuerwache der Berufsfeuerwehr München vorgehaltenen wird, angefordert.

In Zusammenarbeit mit dem OP-Team beseitigte die Besatzung des Hilfeleistungslöschfahrzeuges das noch überstehende Material. Diese Maßnahme wurde direkt im Operationssaal durchgeführt, um bei möglichen Komplikationen sofort medizinisch eingreifen zu können.

Über die Schwere der Verletzungen, war gestern Abend wegen der anddauernden OP noch nichts bekannt.

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