Erste Hilfe und Wiederbelebung im Mittelpunkt


Bremen (rd.de) – Ab heute dreht sich in vielen Orten alles um die Erste Hilfe. Vom 16. bis 22. September 2013 werden bundesweit zahlreiche Aktionen anlässlich der „Woche der Wiederbelebung“ durchgeführt. Bereits am heutigen Samstag (14.09.2013) finden diverse Aktionen anlässlich des „Tags der Ersten Hilfe“ statt.

Bei einem plötzlichen Herzstillstand zählt jede Sekunde. Doch in Deutschland ist die Helferquote bei Herzstillstand sehr gering. In nur 17 Prozent der Fälle werden lebensrettende Maßnahmen ergriffen, teilte der ASB mit.

Prüfen, Rufen, Drücken: „Mit diesen drei Schritten machen Helfer nichts falsch: Zunächst prüfen sie, ob ein Patient bei Bewusstsein ist und atmet, dann rufen sie unter 112 Hilfe und drücken sofort 100 Mal pro Minute mit gestreckten Armen den Brustkorb“, erklärt Dr. Georg Scholz, Bundesarzt des Arbeiter-Samariter-Bundes. „Wer die Mund-zu-Mund-Beatmung beherrscht, sollte diese natürlich anwenden und nach 30 Mal Drücken zweimal beatmen. Aber entscheidend und lebensrettend ist die Herzdruckmassage“, so Dr. Georg Scholz.
 
Der ASB in Münster (NRW) beteiligt sich an einem Weltrekordversuch. Dort sollen am Dienstag (17.09.2013) auf dem Schlossplatz rund 10.000 Schüler gleichzeitig in Wiederbelebung trainiert werden.

Erste-Hilfe-Wissen regelmäßig auffrischen

Die Johanniter-Unfall-Hilfe beginnt bereits am heutigen Samstag (14.09.2013) anlässlich des „Tags der Ersten Hilfe“ mit ihren Aktionen. Sie empfiehlt, das eigene Erste-Hilfe-Wissen regelmäßig aufzufrischen.
 
„Die meisten Deutschen machen nur einmal in ihrem Leben einen Erste-Hilfe-Kurs, nämlich zur Führerscheinprüfung. Das liegt bei vielen Menschen zu lange zurück, um sich noch an alle Details erinnern zu können“, erläutert Ralf Sick, der bei den Johannitern für die Erste-Hilfe-Ausbildung verantwortlich ist. „Gerade bei der Ersten Hilfe ist es aber besonders wichtig, dass die lebensrettenden Handgriffe ins Gedächtnis eingebrannt, im Notfall sofort abrufbar sind und leicht von der Hand gehen. Mehr als zwei Jahre sollte ein Erste-Hilfe-Kurs nicht zurückliegen“, rät der Experte. 
 
Dieselben Erfahrungen haben auch die Malteser gemacht: „Übung macht den Meister. Nur wer übt, was im Notfall zu tun ist, kann schnell helfen und Leben retten“, sagt Karl Prinz zu Löwenstein, Geschäftsführender Vorstand der Malteser.

Die Erste Hilfe am Unfallort sei ein wesentlicher Faktor, um überlebenswichtige Soforthilfe zu leisten, bis die Rettungskräfte eingetroffen seien, so Karl Prinz zu Löwenstein. Mit der 17-prozentigen Helferquote bei einem Herzstillstand ist Deutschland international allerdings derzeit das Schlusslicht in der Rangliste der Helfenden.
 
Mehr Informationen über die Aktionen zur bundesweiten „Woche der Wiederbelebung“ (16. bis 22.09.2013) sind unter www.einlebenretten.de zu erfahren.

(Foto: ASB/T. Ehling)

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