Einheitliche Lehraussagen in Niedersachsen


Hannover (Malteser) – Die Rettungsdienstschulen der Hilfsorganisationen in Niedersachsen haben ihre Lehraussagen vereinheitlicht. Die DRK-Schule in Goslar, die Johanniter-Akademie Bildungsinstitut  Hannover und das Malteser Schulungszentrum Nellinghof haben sich zunächst in den Bereichen Reanimation Erwachsener und Traumaversorgung die Lehraussagen aufeinander abgestimmt. 

Im Bereich der erweiterten Reanimation Erwachsener favorisieren die Schulen, dass die Beatmungen direkt über einen Larynxtubus erfolgen, Maskenbeatmungen sollen vermieden werden. Für den i.v.-Zugang, im Rahmen der Reanimation, sollten zur Applikation der Medikamente maximal zwei Versuche in 90 Sekunden unternommen werden. Gelingt dieser nicht, soll ein intraossärer Zugang – nach Maßgabe des ärztlichen Leiters – durch das Rettungsteam gelegt werden.

Die Traumaversorgung unterrichten die drei Schulen nach dem Standard von ITLS. Es werden umfassende und international anerkannte Vorgehensweisen in der optimalen Versorgung verletzter Personen vermittelt.
Damit setzen die Schulen auch weiterhin Maßstäbe in der Qualität und Abstimmung des Unterrichts, aber auch in der späteren Versorgung von Notfallpatienten durch deren Absolventen.

Den ACLS-Algorithmus finden Sie hier: acls_algorithmus-rd_schulen-nds

2 Responses to “Einheitliche Lehraussagen in Niedersachsen”

  1. ChemnitzerSani on Februar 28th, 2009 19:50

    „Die Rettungsdienstschulen der Hilfsorganisationen in Niedersachsen haben ihre Lehraussagen vereinheitlicht.“

    Das hat aber lange gedauert! Und was ist mit den restlichen Schulen in Deutschland? Kommen die auch noch auf den Trichter?!

    Besser für die ohnehin schon zu schlechten Ausbildungsbedingungen (wie die Dauer und der Umfang etc) und die Patienten wäre es!!

    Gruß von Sani Dirk @ C

  2. thomaswagner on März 2nd, 2009 10:19

    Diese Vereinheitlichung kann nur ein erster Schritt in die richtige Richtung sein. Es müssen endlich bundesweit einheitliche Lehraussagen an den Schulen geschaffen werden! Oder sind unsere Patienten so unterschiedlich, dass sie nach jedem Ländergesetz entsprechend anders zu behandeln sind?

Möchten Sie einen Kommentar schreiben?