BRK trainiert iranische Rettungshundeteams


Augsburg/München (BRK) – Das Deutsche Rote Kreuz unterstützt schon seit einigen Jahren den Iranischen Roten Halbmond (IRCS) beim Aufbau von Rettungshundestaffeln. Zu diesem Zweck reisten bereits im April 2009 drei Rettungshunde-Ausbilder des BRK für zwei Wochen an den Persischen Golf. Noch bis Ende des Monats sind nun sechs iranische Rettungshundeführer in Bayern zu Gast. Sie trainieren hier mit verschiedenen Rettungshundestaffeln.

Am gestrigen Mittwoch waren die Kollegen des IRCS zu Gast bei der Münchener Hundestaffel und konnten dort den Aufbau der Rettungshundearbeit in einer Junghundegruppe beobachten. Hier wurden die verschiedenen Punkte der Ausbildung genau erläutert und mit den bayerischen Nachwuchshunden vorgeführt.

Anschließend zeigten erfahrene Einsatzteams den Ablauf einer Suche, beginnend von der Orientierung im Suchgebiet mittels Karte und Kompass, vorbei an der eigentlichen Suche, bis hin zur Ersten Hilfe bei der durch den Rettungshund gefundenen Person.

Zum Schluss fand noch ein reger Erfahrungsaustausch zwischen den Münchener und Iraner Hundeführern statt, der von der Übergabe eines Spielzeuges für die iranischen Hunde und eines Organisationsabzeichens der Münchener Hundestaffel für die Iranischen Kollegen eingeleitet wurde.

Ein paar Tage zuvor waren die Rettungshundeführer des IRCS am Sonntag bei der BRK-Rettungshundestaffel Augsburg-Stadt zu Gast. Hier fand auf dem Gelände der ehemaligen Reese- und Sheridan-Kaserne ein Trümmertraining statt. Auch andere Hundeführer von BRK-Rettungshundestaffeln nahmen die Gelegenheit wahr.

Dank der vielfältigen Möglichkeiten auf dem ehemaligen Kasernengelände konnten verschiedene Szenarien geübt werden. Somit zeichnete sich für die Gäste aus dem Iran ein breites Spektrum der Ausbildung ab. Unter anderem beteiligten sie sich selbst als „Opfer“ und krochen in die oftmals engen und dreckigen Verstecke. Alle Beteiligte lernten viel an diesem Tag.

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