Betreuungseinsatz im Schneechaos


Gemünden (BRK) – In der Nacht zum Mittwoch (11.02.2009) hatten die Schnelleinsatzgruppen des Bayerischen Roten Kreuzes im Main-Spessart-Gebiet alle Hände voll zu tun, um gestrandete Autofahrer auf der A 3 mit heißem Tee sowie Decken zu versorgen.

Die Schneefront der neuen Kältewelle zwang Autofahrer auf der A3 zu ungeplanten Übernachtungen im Spessart. Gegen 03:30 Uhr forderte die Polizeieinsatzzentrale Würzburg das Rote Kreuz zur Betreuung der sich im Stau befindlichen Personen an. Der Einsatzleiter des Roten Kreuzes, Herr Claus Dietrich aus Lohr, ließ sofort die Betreuungs-SEGen aus Arnstein, Gemünden, Kreuzwertheim sowie die Schnelleinsatzgruppe-Sanität aus Marktheidenfeld alarmieren. Zur Koordinierung der Rotkreuzkräfte wurde ebenfalls die Unterstützungsgruppe Sanitätseinsatzleitung alarmiert.

Während in der BRK Unterkunft Marktheidenfeld und Kreuzwertheim Tee gekocht wurde, richteten Helfer für die Ausgabe der Hilfsgüter zwei Betreuungsstellen ein. Die erste an der Autobahnausfahrt Marktheidenfeld, die zweite in Höhe der Ortschaft Esselbach direkt auf der Autobahn. Von diesen Stellen aus wurden die Fahrzeuginsassen mit Getränken und Decken versorgt.

Parallel dazu wurden Fußstreifen mit Thermophoren die Autobahn entlang geschickt, um auch die übrigen Verkehrsteilnehmer zu erreichen, denn bis Rohrbrunn kamen selbst die mit Schneeketten ausgestatteten Einsatzfahrzeuge des Roten Kreuzes nicht weiter.

Die 32 ehrenamtlichen Rotkreuz-Helfer arbeiteten unermüdlich bis weit in den Vormittag hinein. Erst gegen 09:30 Uhr kam der Verkehr langsam wieder ins Rollen. Bis dahin hatten die Einsatzkräfte circa 130 Liter des wärmenden Tees sowie 50 Wolldecken ausgegeben.

Die betroffenen Autofahrer nahmen den heißen Tee dankend an. Darüber hinaus fühlten sich die Versorgten durch die Anwesenheit der Rotkreuz-Kkräfte der Situation nicht hilflos ausgeliefert. So wurden in der Nacht viele beruhigende Worte gesprochen. „Es ist bewundernswert, welche Strapazen die Einsatzkräfte alles auf sich nehmen, um uns zu helfen,“ so ein dankbarer Autofahrer nachdem er seinen Tee in Empfang genommen hatte und die Retter in Eiseskälte zu Fuß zu dem nächsten Fahrzeug im Schneetreiben entschwanden.

Im Einsatz waren:

  • Schnelleinsatzgruppe Arnstein mit 8 Helfern
  • Schnelleinsatzgruppe Gemünden mit 2 Helfern
  • Schnelleinsatzgruppe Kreuzwerthem mit 2 Helfern
  • Schnelleinsatzgruppe Marktheidenfeld mit 17 Helfern
  • Unterstützungsgruppe Sanitätseinsatzleitung mit 2 Helfern
  • sowie der Einsatzleiter

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