Auszeichnung für „Christoph Life“


Hannover (JUH) – Zukunftsorientierung, Innovation und Umsetzungsstärke sowie Vorbildwirkung und Ansporn: All das zeichne laut einer hochkarätigen Jury aus Wissenschaftlern, Wirtschaftsmanagern, Journalisten und Politikern des Wettbewerbs „365 Orte im Land der Ideen“ den Hubschrauber-Simulator „Christoph Life“ der Johanniter-Akademie Bildungsinstitut Hannover und der Traumastiftung aus. Jetzt erhielt er die begehrte Auszeichnung als „Ausgewählter Ort 2012“.

„Wir freuen uns sehr, dass wir mit unserem Konzept aus mehr als 2000 Bewerbern ausgewählt wurden. Das zeigt die hohe Wertschätzung für optimal ausgebildete Rettungskräfte“, sagt Kersten Enke, Leiter der Johanniter-Akademie Bildungsinstitut Hannover. Er nahm den Preis zusammen mit Professor Christian Krettek entgegen.

„Christoph Life“ finde nach Auskunft der Johanniter weltweit Beachtung. So reisten bereits Besuchergruppen aus London oder Japan an, um sich vor Ort zu informieren. „Christoph Life“ ermögliche das optimale Teamtraining in einem Rettungshubschrauber und sei in das Trainingszentrum SAN-Arena der Johanniter-Akademie eingebunden.

„Dadurch haben Helfer die Möglichkeit, das Zusammenspiel von boden- und luftgebundener Rettung optimal zu üben“, sagt Thomas Mähnert, Mitglied im Landesvorstand der Johanniter-Unfall-Hilfe in Niedersachsen und Bremen. Bei dem Projekt haben die Traumastiftung der Medizinischen Hochschule Hannover und die Johanniter, die in Hannover den Rettungshubschrauber „Christoph 4“ betreiben, ihr Wissen gebündelt und das Aus- und Weiterbildungskonzept entwickelt. Mehr als 130 Rettungsassistenten und Notärzte wurden seit dem Projektstart im Jahre 2010 bereits geschult.

Von den Abläufen des Trainings konnten sich die Gäste während der Preisverleihung selbst überzeugen. Moderiert von Dr. Christian Zeckey (leitender Hubschrauberarzt „Christoph 4“) wurde ein Einsatz simuliert. Die Crew hatte dabei neben der Versorgung des Patienten auch das Problem eines Feuers an Board zu lösen.

Der Wettbewerb „365 Orte im Land der Ideen“ wird seit 2006 von der Standortinitiative „Deutschland – Land der Ideen“ gemeinsam mit der Deutschen Bank ausgeschrieben. Mit dem Preis werden herausragende Projekte und Ideen, die einen nachhaltigen Beitrag zur Zukunftsfähigkeit Deutschlands leisten, ausgezeichnet.

(Foto: Johanniter/Maike Müller)

2 Responses to “Auszeichnung für „Christoph Life“”

  1. Michael on Dezember 2nd, 2012 11:41

    Christoph Life ist sicherlich eine sehr gute Fortbildungsmöglichkeit. Jedoch verschiebt dieser Simulator den Fokus zu sehr. Ein abgeschlossener RTH Simulator in der San-Arena bringt angehende RS/RA nichts, vor allem wenn bei der Ausbildung ständig Lehrkräfte ausfallen, Lehraussagen sich von Dozent zu Dozent unterscheiden oder stellenweise mit defekten Geräte geübt werden muss. Dann sollte man sich auch mal Gedanken über die Qualität der Regelausbildung machen.

  2. Matthias on Dezember 4th, 2012 10:18

    Es ist eine Unverschämtheit, über eine Millionen Euro in den Sand zu setzen, um sich dann auch noch damit zu rühmen. Aber die Arroganz mancher Menschen kennt eben keine Grenzen.

    Diese von einem Rettungswagenausbauer ausgebaute Ruckelbutze ist absolut sinnbefreit. Hat man sich mal Gedanken darüber gemacht, wer an diesem Spielzeug üben soll?
    Der ADAC und die DRF haben eigene, richtige (!) Hubschraubersimulatoren.

    Auf dem CH4 sitzen seit 20 Jahren die gleichen 4 RettAss, die werden wohl nicht mehr üben müssen. Die Notärzte (MHH) werden doch genug Erfahrung haben, um während des Fluges mal ein wenig Fenta zu spritzen?

    „…das Zusammenspiel von boden- und luftgebundener Rettung optimal zu üben“
    Lustig-was gibt es da zu üben? Die Tragehilfe beim Einladen in den Hubi?

    130 Leute (sollen!) angeblich in 2 Jahren daran geübt haben.
    Was für ein tolles Ergebnis. Also die hauseigene Rettungshundestaffel – und wer noch? Wenn ich 1,5 Millionen durch 130 lächerliche Teilnehmer teile, dann hat ein Lehrgangsplatz ohne Personalkosten 11.538 Euro gekostet – ein tolles Ergebnis! Für die Summe hätte man durch den Kauf von Impfdosen oder das Bohren von Brunnen wesentlich mehr für die Menschheit tun können.
    Welchen Nutzen hat dieses Spielzeug nun? Keinen.

    Schade, dass sich die Traumastiftung für so etwas hergegeben hat!
    Arme Jury. Wenn das eine der besten Ideen in Deutschland sein soll: armes, ideenloses Deutschland.

    Für mich ein Fall für den Landesrechnungshof.

Möchten Sie einen Kommentar schreiben?