500 Helfer übten in Wesel


Großübung in Wesel (Foto: Malteser Wesel)Wesel (Malteser) – Fünf Einsatzeinheiten, ein Patiententransportzug der Malteser sowie mehrere Einheiten der Feuerwehr der Stadt und des Kreises Wesel beteiligten sich an der Einsatzübung „Leichtsinn 2010″ am Samstag in Wesel.

Als Übungsobjekt diente das Schulgelände an der Ackerstrasse in Wesel. Hier konnte eine perfekte Großschadenslage simuliert werden. Übungsannahme war ein Brand in einer Sammelunterkunft für junge Sportlerinnen und Sportler, die durch Teams der „Realistischen Unfalldarstellung“ aus Hövelhof täuschend echt gemimt wurden. Diesen Aufwand hatten die Übungsorganisatoren bewußt betrieben, um die Schadenslage für die mehreren hundert Übungskräfte nicht nur einsatztechnisch und körperlich, sondern auch psychisch so realitätsnah wie möglich darzustellen. Insgesamt waren 500 ehrenamtliche Helferinnen und Helfer an der Übung beteiligt.

Nur wenige Minuten nach dem Einlaufen des Notrufs bei der Kreisleitstelle in Wesel rückten Notarzt, Rettungswagen und der erste Löschzug aus Wesel mit entsprechenden Fahrzeugen und Gerät am brennenden und verqualmten Einsatzort an. Die Menschenrettung unter Atemschutz und die Löscharbeiten bildeten den Anfang der Großübung.

Die Schwerstverletzten wurden aus dem Gebäude gerettet und aus dem Gefahrenbereich gebracht. Auf Grund der Gegebenheiten vor Ort errichteten die Einsatzeinheiten der Malteser zwei strukturierte Patientenablagen. Den zuerst eintreffenden Kräften war sofort klar, dass der örtliche Rettungsdienst mit dieser Schadenslage überfordert sein würde. Weitere Kräfte mussten zur Unterstützung alarmiert werden.

Aufgrund der Vielzahl von Verletzten war ein unmittelbarer Abtransport in Krankenhäuser nicht möglich. Weitere Einsatzeinheiten der Malteser wurden zur Einsatzstelle beordert. Bis zum letztendlichen Abtransport in die entsprechenden Kliniken wurden die Patienten vor Ort versorgt. Die eingesetzten Einsatzkräfte arbeiteten Hand in Hand. Gegen 13:00 Uhr war der weitaus größte Teil der Verletzten versorgt und abtransportiert.

Ziel dieser Übung war es, die Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Einsatzeinheiten und der Feuerwehr in einer Großschadenlage zu erproben.

Zufriedenheit bei allen Kräften

Alle eingesetzten Kräfte waren mit dem Ablauf der Übung zufrieden. Die Führungs- und Einsatzkräfte wurden zum Teil bis an die Grenzen ihrer Leistungskraft beansprucht. Die festgestellten Mängel werden zusammengetragen, aufbereitet und den beteiligten Einheiten zur Verfügung gestellt.

Ein besonderer Dank gilt dem Institut für Gefahrenabwehr GmbH aus St. Augustin, welches für die Übungsvorbereitung und -Durchführung mit verantwortlich war, so wie der Malteser Gliederung Wesel, die für die örtliche Organisation verantwortlich war. Besonders hervorzuheben ist auch die Unterstützung der Kreisverwaltung und der Feuerwehr des Kreises Wesel. Nur durch den professionell dargestellten Feuerwehranteil und die hervorragende Zusammenarbeit konnte mit dieser großangelegten Übung dieses positive Ergebnis erreicht werden.

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