12. September: Erste-Hilfe-Welttag


Berlin (DRK/rd.de) – Der 12. September gilt weltweit als Erste-Hilfe-Tag. International wird aus diesem Anlass an die Bedeutung der lebensrettenden Maßnahmen erinnert und versucht, möglichst viele Menschen für eine Ausbildung zu gewinnen. Das DRK rückt anlässlich des Erste-Hilfe-Welttags die Bedeutung der Schulsanitätsdienste in den Blickpunkt.

Hannah Reis (15) beherrscht die stabile Seitenlage, kann Verbände fachgerecht anlegen und weiß, was bei Vergiftungen zu tun ist. Wenn es einen Notfall an ihrer Schule in Saarbrücken gibt, ist Hannah zur Stelle, übernimmt die Erstversorgung und ruft – wenn nötig – den Rettungsdienst. Sie ist eine der bundesweit 27.000 Schulsanitäter, die kostenlos vom Roten Kreuz in Erster Hilfe ausgebildet werden.

Ein Kooperationslehrer unterstützt die Jugendlichen, und die Schule stellt einen Sanitätsraum für die Versorgung von Verletzten zur Verfügung. Die Schulsanitäter arbeiten auch präventiv: Sie untersuchen das Schulgelände und –gebäude auf mögliche Gefahrenquellen und klären ihre Mitschüler auf. Jeder im Team hat feste Dienstzeiten, die in den Klassenräumen aushängen. Eine verantwortungsvolle Aufgabe für die Schulsanitäter, sie müssen ihre Erreichbarkeit immer gewährleisten oder für Ersatz sorgen.

Mitmachen kann jeder, jüngere Kinder sind dann erst mal als Juniorhelfer im Team und unterstützen die älteren Schulsanitäter. Nach erfolgreichem Abschluss der Erste-Hilfe-Grundausbildung (acht Doppelstunden) werden sie dann selber als Schulsanitäter aktiv und können andere Juniorhelfer anleiten.

Wer mitmachen will, darf nicht zimperlich sein: „Man sollte keine Berührungsängste haben und gern mit anderen Menschen zusammen sein. Und man sollte sich nicht vor Blut ekeln oder schreiend weglaufen, wenn man einen Verletzten sieht. Es gibt einfach Dinge, die unangenehm sind. Da muss man durch“, fasst Hannah die Grundvoraussetzungen für einen Schulsanitäter zusammen.  

Schulsanitäter sind im täglichen Schulbetrieb, aber auch auf Sportfesten, bei Veranstaltungen und Ausflügen im Einsatz. Immer im Team und ausgerüstet mit einem Erste-Hilfe-Koffer.

„Glücklicherweise gab es bisher nur kleinere Unfälle. Ich habe Mitschüler mit Schürfwunden, Nasenbluten, Übelkeit und Sportverletzungen versorgt. Das Übliche eben“, so Hannah.

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