11.2. – Internationaler Tag des Notrufs


Bremen (rd.de) – Der 11. Februar eines jeden Jahres gilt traditionell als „Internationaler Tag des Notrufs“. Die Hilfsorganisationen nutzen das markante Datum (11.2.), um auf die wichtige Telefonnummer und ihre Bedeutung hinzuweisen. Die Kampagne „Rettungsgasse rettet Leben“ appelliert zudem an das richtige Verhalten von Verkehrsteilnehmern.

„Jeder sollte den Rettungsdienst rufen können und damit dazu beitragen, dass Verletzten oder Kranken schnell geholfen wird“, sagt Felix Höpfl, Leiter Ausbildung beim Malteser Hilfsdienst in Bayern.

Wer einen Notruf absetzen möchte, solle die 112 wählen, egal wo er sich in Europa befinde, schreiben die Malteser. Dann beantwortet er die fünf W-Fragen:

• Was ist passiert?
• Wo ist es geschehen?
• Wie viele Menschen sind verletzt?
• Welche Arten von Verletzungen?
• Warten auf Rückfragen!

Die Notrufnummer ist kostenlos. Der Anruf erreicht eine Leitstelle, die den Hilferuf entgegennimmt und ihn sofort an den Rettungsdienst vor Ort weiterleitet.

„Im Notfall zählt jede Sekunde. Da bleibt keine Zeit zum Nachdenken, es ist wichtig, sofort zu handeln“, sagt Höpfl und ergänzt: „Deshalb raten wir, den Erste-Hilfe-Kurs alle zwei Jahre aufzufrischen. Dort wird nicht nur geübt, wie man einen Notruf absetzt, sondern auch gezeigt, wie jeder von uns Erste Hilfe leisten und die Zeit bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes überbrücken kann.“

Harald Schottner, Abteilungsleiter Bevölkerungsschutz im ASB-Bundesverband. „Jeder sollte wissen, dass die 112 europaweit gilt.“ Laut des Eurobarometers wussten dies noch im Jahr 2013 nur rund 30 Prozent der EU-Bürger und nur 17 Prozent der Deutschen. „Besonders für die Menschen in Deutschland sollte es einfach sein, sich die 112 zu merken, schließlich ist sie bei uns seit Jahrzehnten als Notrufnummer in Gebrauch“, so Schottner.

„Wer die Notrufnummer wählt, kann darauf vertrauen, dass er schnellstmöglich Hilfe erhält“, bestätigt auch Daniel Gelbke, Abteilungsleiter Hilfsgesellschaft/Rettungsdienst des Badischen Roten Kreuzes. Die Notrufnummer sei neben den EU-Mitgliedsländern auch in der Türkei, der Schweiz, Serbien, Island, die Färöer-Inseln, Liechtenstein, Norwegen, Andorra, Monaco und San Marino gültig.

Die Kampagne „Rettungsgasse rettet Leben“ appelliert an Verkehrsteilnehmer. Foto: Wiesbaden112.de

Die Kampagne „Rettungsgasse rettet Leben“ appelliert an Verkehrsteilnehmer. Foto: Wiesbaden112.de

Kampagne „Rettungsgasse rettet Leben“

Die Kampagne „Rettungsgasse rettet Leben“ der Deutschen Feuerwehrgewerkschaft (Landesgruppe Hessen) und des Internetportals www.wiesbaden112.de nutz den Termin ebenfalls für ihr Anliegen. Die Initiative wirbt seit Juli 2014 für eine schnellere und sicherere Anfahrt von Rettungskräften – nicht nur auf Autobahnen.

Bei Notfällen zähle jede Sekunde, und Fahrten mit Blaulicht und Signalhorn stellten immer eine besondere Stresssituation für die Einsatzkräfte dar. Verkehrsteilnehmer könnten durch korrektes Verhalten gefährliche Situationen verhindert, helfen, Zeit zu sparen und damit Leben zu retten.

Daher fordere die Kampagne mehr Rücksicht für Rettungskräfte im Straßenverkehr. Folgende Tipps werden Verkehrsteilnehmern gegeben:

• Bei jedem Stau von Anfang an eine Rettungsgasse zwischen der linken und den rechts daneben liegenden Spuren bilden und offen halten.
• Bei stockendem Verkehr ausreichend Rangierabstand zum Vordermann halten.
• Wenn Blaulicht und Signalhorn von hinten kommen: Überblick verschaffen und schnellstmöglich eine geeignete Stelle suchen, um Platz zu machen, ohne andere zu Gefährden.
• Keine Angst an Ampeln! Eine rote Ampel darf vorsichtig überfahren werden, um Platz zu machen. Hierbei auf den Querverkehr achten.
• Nicht in Kurven oder im Halteverbot halten oder parken! Ein Feuerwehrfahrzeug braucht mehr Platz als ein Pkw. Wer falsch parkt, gefährdet Menschenleben durch Faulheit.

(11.02.2015; Symbolfoto: Malteser)

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