Fahrzeug-Neuheiten der RETTmobil 2011


Hingucker bei Mercedes: NEF auf 571 PS starkem SLS AMG. Foto: Michael RüfferFulda (rd.de) – Mit 571 PS zum Einsatz: Wer auf der RETTmobil 2011 den Mercedes-Stand besuchte, staunte über das Notarzt-Einsatzfahrzeug (NEF) auf SLS AMG. Der 317 km/h schnelle Sportwagen war eines der Highlights der diesjährigen Messe – und das einzige Rettungsdienst-Exponat des Stuttgarter Automobilkonzerns.

Ebenfalls als NEF-Showcars zeigte BMW gleich am Messe-Eingang einen AC Schnitzer ACS1 2.3d (177 kW/241 PS) auf Basis des 123d Coupé sowie einen BMW X6 xDrive 50i als NEF. Auf seinem Stand präsentierte die Münchner Automobilschmiede dann die Fahrzeugmodelle, mit denen Notärzte tatsächlich zum Einsatz ausrücken: das Sport Utility Vehicle (SUV) X3 xDrive 20d, den Mittelklasse-Kombi 325d Touring und eine getarnte Version des 525d Touring.

Als Alternative zu deutschen NEF-Fahrgestellen waren auf der Messe allradgetriebene Volvo-Modelle zu sehen. Kfz Ackmann stellte einen XC60 des Eigenbetriebs Rettungsdienst Landkreis Harz (Rettungswache Blankenburg/Harz, Sachsen-Anhalt) aus. Bei Hospimobil konnten Besucher einen XC70 der DRK Rettungsdienst Main-Kinzig gGmbH (Hanau, Hessen) in Augenschein nehmen.

VW Amarok als „All Terrain Ambulance“

Im Bereich der Krankentransport-, Notfallkranken- und Rettungswagen boten die Aufbauhersteller neue Lösungen für mehr Ergonomie beim Be- und Entladen von Tragen und weiterem Equipment. Bei den Sondersignalanlagen war ebenfalls ein klarer Trend zu erkennen: Integrierte LED-Blaulichter mit aerodynamisch gestalteten Lichthauben erfreuen sich immer größerer Beliebtheit.

Auf der Messe zeigte sich auch, dass vermehrt Sonderfahrzeuge mit Ladebordwand für den Transport adipöser, hoch infektiöser oder intensivpflichtiger Patienten in Dienst gestellt werden. So präsentierte WAS beispielsweise einen Schwerlast-Kontagiös-Rettungswagen (S-K-RTW) der Berufsfeuerwehr München und Ambulanz Mobile stellte den neuesten Intensivtransportwagen (ITW) der Johanniter Oldenburg (Niedersachsen) aus.

Eine kleinere, aber kaum weniger spektakuläre Sonderlösung bildete den Mittelpunkt des Volkswagen-Stands: eine „All Terrain Ambulance“ auf dem Pickup-Fahrgestell Amarok. Trotz kompakter Abmessungen hatte WAS im Hardtop-Aufbau eine Fahrtrage und vier Sitzplätze untergebracht.

6 Responses to “Fahrzeug-Neuheiten der RETTmobil 2011”

  1. Max on Mai 17th, 2011 11:22

    Ein Sportwagen als NEF sieht zwar schön aus, ist aber funktional einfach untauglich.

    Wenig Platz und fehlende Übersicht sind Qualitäten, die ein NEF vor allem innerorts nicht gerade auszeichnen.
    Auch machen die vielen PS vielleicht dem NEF-Fahrer Spaß, sind jedoch ein Risiko und können selbst auf den Überlandstrecken nicht gewinnbringend genutzt werden.

    Auch wirtschaftlich dürfte das hinsichtlich Anschaffungskosten und Verbrauch einfach eine Katastrophe sein.

    Wir sind nun mal im Rettungsdienst und nicht auf der Rennstrecke – keine Ahnung wozu man auf so eine Messe Fahrzeuge zeigt, die niemand brauchen kann.

  2. Chris on Mai 17th, 2011 12:58

    Ich glaub ja das war nur ein Showfahrzeug Max. 😉

  3. MRS on Mai 17th, 2011 17:20

    Hallo, weiß jemand, ob und wenn ja was für ein Fahrzeug in Marburg als Baby-NAW fahren wird? Die neuen Dlouhy-KTWs werden nicht mehr dafür eingesetzt, laut BOS-Fz.info.

  4. Max on Mai 18th, 2011 19:46

    @Chris: Ja, schon klar. Aber wozu? Mercedes sollte die Personal-, Material- und Präsentationskosten lieber in etwas sinnvolles stecken.

  5. Tobi on September 22nd, 2011 17:54

    Was hat das mit den Ambulance Mobilen auf sich, sollen jetzt in Deutschland auch RTW´s im US Style kommen oder was? 😀

    Das NEF toll anzugucken, finde es aber auch schwachsinnig, da eine Messe ja zur Werbung dient & nicht um total Überteuerte & unpraktische Hochleistungssportwagen im RD Style zu präsentieren…

  6. Peter on Dezember 6th, 2011 22:06

    Max, da hast Du sogar Recht…. Mercedes ist bei uns dabei, Kunden zu verlieren, weil Qualität des Personals, der Werkstatt und der Technik überhaupt nicht mehr stimmt… Traurig, wenn man dann sieht, wohin das Geld fließt…

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