Feuer in Hochhaus: 11 Verletzte, große Evakuierung


Marburg (pol) – Zu einem Brand in einem Hochhaus müssen Rettungskräfte am frühen Dienstagmorgen (24.06.2014) in Marburg ausrücken. Es folgt ein großer Rettungs- und Evakuierungseinsatz. Über 200 Bewohner müssen ins Freie gebracht werden. Elf Personen werden verletzt.

Gegen 4.20 erfolgt die Alarmierung für Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei. Zuvor haben mehrere Notrufe eine starke Rauchentwicklung in einem Marburger Hochhaus gemeldet. Die ersteintreffenden Kräfte lokalisieren den Brand im Kellergeschoss. Der Rauch zieht in das Treppenhaus des elf Stockwerke hohen Wohnkomplexes. Zirka 280 Bewohner sind dort gemeldet.

Während Angriffstrupps unter Atemschutz zur Brandbekämpfung in den Keller vorgehen, leiten weitere Helfer die Menschenrettung ein. Stockwerk für Stockwerk arbeitet sich die Feuerwehr vor und bringt Personen mit Fluchthauben oder über Drehleitern – und sogar tragbare Leitern – ins Freie. Bewohner der oberen Geschosse werden zunächst in ihren Wohnungen gehalten.

Der Rettungsdienst sichtet die geretteten Bewohner nach und nach. Elf Personen erleiden Rauchgasvergiftungen.

Mit Löschschaum erstickt die Feuerwehr den Brand. Anschließend startet sie umfangreiche Belüftungsmaßnahmen. Knapp 260 Helfer kommen zum Einsatz. Ermittlungen zur Brandursache können aufgrund der andauernden Hitzeentwicklung und Kontamination durch den Löschschaum erst am Nachmittag aufgenommen werden.

One Response to “Feuer in Hochhaus: 11 Verletzte, große Evakuierung”

  1. Michael Koch on Juni 25th, 2014 21:02

    Am Ende muss die Zahl der Verltzten leider noch auf 24 hoch korrigiert werden; hoffen wir mal, dass es den Betroffenen bald besser geht und die Wohnungen schnellstmöglich wieder bewohnbar gemacht werden.
    Respekt auch an die Einsatzkräfte, die am Sonntag schon einen Aufmerksamkeit erregenden Brand direkt am Marburger Schloss und am Tag des Hochhausbrandes noch 2 weitere Brände im gleichen Stadtteil (einen sogar zeitgleich) zu bewältigen hatten. Eine tolle Leistung zeigen auch die ehrenamtlichen Betreuungszüge des DRK, die immer noch im EInsatz sind, da die Bewohner teilweise aufgrund des Wohnraummangels in der Stadt immer noch in einer Turnhalle wohnen müssen.

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