Produkt: Rettungs-Magazin 5/2019
Rettungs-Magazin 5/2019
Interview zur Interschutz 2020+++Reportage Christoph Westfalen+++Drohneneinsatz im Katastrophenschutz+++Rettungsdienst in Bremerhaven+++Erster RTW von MAN

Telemedizin: Technik im RTW

Straubing – Im bayerischen Rettungsdienstbereich Straubing, der die kreisfreie Stadt Straubing, die Landkreise Straubing-Bogen, Deggendorf und Regen umfasst, wird gerade das Telenotarztsystem als Pilotprojekt erprobt.  Um für die Arbeit mit dem Telenotarzt einsatzfähig zu sein, wurden Rettungswagen (RTW) von der Firma Meytec mit moderner Telekommunikationstechnologie ausgestattet.

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Die bisherige Dachluke wird durch einen Antennenträger ersetzt, die entsprechende Bedieneinheit mit Touchdisplay hingegen findet heckseitig links in dem oberen Fach des Hochschrankes Platz. Stirnseitig wird an eben diesem Hochschrank die hochauflösende Kamera für den Patientenraum montiert, welche sich sowohl aus dem Fahrzeug, als auch durch den diensthabenden Telenotarzt (TNA) in der Leitstelle steuern lässt und so eine gute Sicht auf den liegenden Patienten gewährleistet.

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Hinter der linken Lichtleiste im Patientenraum befindet sich die Kabelführung, da dort auch diverse Komponenten wie beispielsweise ein Headset-Anschluss, Mikrofone, Akustik-Bedienfeld und Lautsprecher eingesetzt werden. Um auch außerhalb des RTW eine optimale Patientenversorgung mit TNA-Beteiligung sicherstellen zu können, führen die RTW-Besatzungen eine Bodycam mit. Verschiedene Modelle wurden getestet, schließlich entschied man sich für ein Motorola Smartphone mit einer speziell für BOS-Einsätze entwickelten Benutzeroberfläche.

Um immer eine sichere Verbindung und Sprachqualität zu gewährleisten, sind diese Geräte mit zwei SIM-Karten ausgestattet und suchen sich automatisch die optimale Netzabdeckung. Außerdem sind die Mobilgeräte für Real Time Video Intelligence (RTVI) ausgelegt und somit in der Lage, ab Aktivierung durch die RTW-Besatzung eine Liveübertragung direkt in die ILS an den Arbeitsplatz des TNA in einer hohen Qualität sicherzustellen.

(Auszug aus dem Artikel “Per Live-Übertragung in den Rettungswagen” aus dem Rettungs-Magazin 2/2019; Autor: Maximilian Kunkel, Notfallsanitäter und Fachjournalist für den Rettungsdienst.)

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